Michael J. Sullivan: Die verborgene Stadt Percepliquis – Riyria 6

Michael J. Sullivan: Die verborgene Stadt Percepliquis - Riyria 6

Michael J. Sullivan: Die verborgene Stadt Percepliquis – Riyria 6

Die Hoffnungen der Menschen ruhen auf Riyria und auf Magierin Arista – sie brechen zu einer Expedition in die verborgene Stadt Percepliquis auf. Dort wollen sie eine Geheimwaffe bergen, mit der die Elben aufgehalten werden können. Diese haben ihr Reich verlassen und überrennen die menschlichen Truppen, die sich ihnen entgegenstellen. Dem frisch wiederbelebten Imperium der Menschen droht daher die Auslöschung. Die Hauptstadt Aquesta bereitet sich auf die Katastrophe vor.

Auserwählte suchen die verborgene Stadt Percepliquis

Wenn auf dem Schlachtfeld der Sieg unmöglich zu sein scheint, muss in einem Fantasy-Roman eine kleine Truppe ran. Das gilt seit dem „Herrn der Ringe“. In „Die verborgene Stadt Percepliquis – Riyria 6“ ist das nicht anders. Ein Horn soll den Vormarsch der Elben stoppen. Seiner Bergung widmet Michael J. Sullivan den größten Teil des Buches, doch streut er immer wieder Abschnitte ein, die in Aquesta spielen. Außerdem löst er das Geheimnis auf, wer der Erbe Novrons ist und führt angefangene Handlungsstränge zu Ende. Garniert ist Riyria 6 zudem mit viel Action und zwischenmenschlichen Konflikten.

Am Ende steht eine Auflösung, die leider nur teilweise überrascht, und die etwa zu glatt aufgeht. Das liegt auch daran, dass sich der Aufbau und die Elemente der Riyria-Bücher ein wenig wiederholen, wozu etwa ein geheimnisvoller Unbekannter gehört, der hinter den Kulissen die Fäden zieht, und ein Verräter in der Gruppe der Auserwählten.

Sullivan variiert klassische Fantasy-Geschichten

Mit „Die verborgene Stadt Percepliquis“ geht eine insgesamt gelungene Reihe zu Ende. Riyria lebte von Beginn an vor allem vom Diebes-Duo Hadrian und Royce. Hinzu kam mit Arista eine überzeugende weibliche Figur. Nach den ersten Bänden verlor die Reihe ein wenig an Schwung, wurde ernster im Ton und rückte die überspannende Handlung in den Vordergrund, die starken Bezug zur Geschichte und Kultur Elans hatte. Da aber der Welten-Entwurf die nötige Komplexität vermissen lässt, betonte Sullivan so die Schwäche der Riyria-Reihe anstatt die Stärken auszuspielen. Dennoch gelingt ihm eine kurzweilige Variation klassischer Fantasy-Geschichten.

Die Abenteuer von Riyria mögen mit „Die verborgene Stadt Percepliquis“ vorbei sein – doch von Elan müssen sich die Leser nicht verabschieden. Michael J. Sullivan geht in seiner neuen Reihe „The Legends of the First Empire“ weiter in der Vergangenheit zurück. Genauer: 3000 Jahre. Die mit „Age of Myth“ beginnende, wieder auf sechs Bände angelegte, Reihe hat also nur wenig Bezug zu Riyria und erzählt allenfalls die mythologische Vorgeschichte. Vielleicht gibt es aber auch noch ein Wiedersehen mit Hadrian und Royce, denn die „Riyria Chronicles“, in denen Geschichten der beiden Diebe erzählt werden, die vor dem „Thron von Melengar“ spielen“, warten noch auf ihre Übersetzung.

„Die verborgene Stadt Percepliquis – Riyria 6“ von Michael J. Sullivan ist bei Klett-Cotta erschienen. Die Klappenbroschur-Ausgabe geht mit einem Glossar für die gesamte Reihe über 637 Seiten und kostet 18,95 Euro. Die Übersetzung stammt von Wolfram Ströle.

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3 Gedanken zu „Michael J. Sullivan: Die verborgene Stadt Percepliquis – Riyria 6

  1. Der Riyria-Zyklus hat mir letztlich eine Menge Freude bereitet. Ich sehe das genauso, wie in der Rezi beschrieben. Hat mir trotzt einiger Schwächen richtig Spaß gemacht.

    „Age of Myth“ müßte das von Droemer Knaur angekündigte „Rebellion“ sein. Der erste Band von Sullivans neuem Zyklus wird also schon 2017 übersetzt werden.
    http://www.droemer-knaur.de/buch/9255120/rebellion

    • Danke für die Info zu „Rebellion“ (und schön, dass wir mal wieder ähnliche Ansichten zu Büchern haben).

  2. Pingback: Die Fantasy-Bücher 2016 – Jahresrückblick und Ausblick 2017 | Der Fantasy Weblog

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