Christopher B. Husberg: Frostflamme – Die Chroniken der Sphaera

Christopher B. Husberg: Frostflamme - Die Chroniken von Sphaera

Christopher B. Husberg: Frostflamme – Die Chroniken der Sphaera

Frostflamme ist der Name einer Droge, die manchen Menschen erlaubt, ihr magisches Potenzial zu nutzen. Wie jede Droge schafft Frostflamme auch Abhängigkeit, wobei in ihrem Fall wohl noch der Rausch der Macht hinzukommt. Von all dem ahnen die Fischer jedoch nichts, die einen Mann aus stürmischer See fischen. Sie ahnen zudem nicht, dass dieser Mann für großes Leid sorgen wird. Noth nennt er sich und hat sein Gedächtnis verloren. Sein Körper hat hingegen nichts vergessen und reagiert rasch, als Noth bei seiner Hochzeit mit Winter von Unbekannten bedroht wird. Nach dem Überfall beschließt Noth, mehr über seine Vergangenheit herauszufinden.

Frostflamme mit frostigen Figuren

Der Handlungsstrang um Noth in „Frostflamme“ erinnert an die Geschichte von Jason Bourne. Wie bei Robert Ludlum ist auch bei Christopher B. Husberg der Protagonist ein Killer mit Gedächtnisverlust. Da es sich beim ersten Band der „Chroniken der Sphaera“ aber um einen Fantasy-Roman handelt, kommen noch andere Elemente hinzu, die nicht zu einer Agentengeschichte passen würden. So handelt es sich bei den Fischern und bei Winter um Tiellaner, die von vielen Menschen nur abfällig „Elfen“ genannt werden. Zur Sicht von Winter kommen schließlich noch die des mädchenhaften Vampirs Astrid (als Buffy-Fan musste Husberg wohl einen Vampir einbauen), die der Priesterin Cinzia sowie die von verschiedenen Nebenfiguren.

Cinzia ist es, die die religiöse und politische Komponente mitbringt. Winters Handlungsstrang dient dazu, die Möglichkeiten und Grenzen der Magie auf Sphaera und das titelgebende Frostflamme einzuführen. Es fällt jedoch schwer, den Figuren nahe zu kommen. Alle halten nicht nur gegenüber den anderen, sondern auch gegenüber den Lesern etwas zurück. Das mag dazu dienen, die eine oder andere Wendung nicht vorwegzunehmen, hält die Figuren aber auf Distanz.

Husberg setzt Chroniken der Sphaera fort

Abgesehen von den frostigen Figuren ist an Christopher Husbergs Debüt nicht viel auszusetzen. Die Beschreibungen der Welt Sphaera, der Geschichte, Religion und Landschaft gelingen dem amerikanischen Fantasy-Autor gut. Auch die Abwechslung von Kampfszenen, verbalen Auseinandersetzungen und Einführung neuer Elemente sowie Figuren ist gegeben und hält die Spannung hoch. Doch süchtig wie die Droge Frostflamme macht die Geschichte nicht.

Auf seinem Autorenblog kündigt Christopher B. Husberg an, dass „Die Chroniken der Sphaera“ einmal fünf Bücher umfassen sollen. Ein Erscheinungstermin für die Fortsetzung ist noch nicht bekannt, allerdings erschien „Duskfall“, so der Originaltitel, auch erst 2016. Vielleicht steigern sich die Chroniken ja in Band 2 – das Ende von „Frostflamme“ deutet eine neue Richtung an, die die Geschichte verändern dürfte.

„Frostflamme – Die Chroniken der Sphaera“ von Christopher B. Husberg ist bei Knaur erschienen. Die Klappenbroschur-Ausgabe geht über 704 Seiten und kostet 14,99 Euro, das E-Book 9,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Kerstin Fricke.

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