„Der Drache erwacht“ von Miles Cameron

Miles Cameron: Der Drache erwacht

Miles Cameron: Der Drache erwacht

Der Drache erwacht – für den Roten Ritter und seine Verbündeten würde sich mit dieser Nachricht ihre schlimmste Befürchtung bewahrheiten. Denn Albia droht im Konflikt eines Drachen mit seinen Konkurrenten eine Zerreißprobe. Während der König unter dem Einfluss des dunklen Drachens Asch und seiner Gefolgsleute steht, wehrt sich die Königin, die zudem das Kind in ihrem Bauch und damit den Thronfolger schützen muss, gegen den Einfluss von Asch. Ein Turnier in der Hauptstadt Harndon soll über das Schicksal der Königin und damit auch über die Zukunft Albias entscheiden. Derweil sammelt der Zauberer Thorn eine riesige Armee aus Kreaturen der Wildnis, mit der er sich für vergangene Fehlschläge rächen und den Sieg über die Zivilisation davontragen will.

Der Drache erwacht

„Der Drache erwacht“ von Miles Cameron setzt die Geschichte des Roten Ritters und seiner Truppe fort. Anders als beim Vorgänger „Das gefallene Schwert“ bleibt die Handlung größtenteils bei der Truppe und laufen die Handlungsfäden mehr und früher zusammen. Die Erzählperspektive wechselt aber wie gewohnt häufig, auch wenn es nicht mehr so viele Erzählstimmen sind, wie noch im Auftaktband „Der Rote Krieger“. Diese Faktoren machen es leichter, der Handlung zu folgen und den Überblick über die Figuren zu behalten. Und nachdem schon in Band 2 klar wurde, dass auch die übergeordnete Handlungsebene nicht so komplex ist, wie zuvor angedeutet, braucht man nicht mehr ganz so viel zu rätseln, worauf Miles Cameron hinaus will und kann sich mehr auf die Pläne der beteiligten Parteien, auf die gut beschriebenen Kämpfe und amüsanten Wortscharmützel in „Der Drache erwacht“ konzentrieren. Der Fantasy-Roman ist zwar lang, aber nie langweilig. Und sein Umfang fällt nur bei der Print-Ausgabe ins Gewicht (Kalauer, Ende), wenn man lange am Stück liest und das Buch hält.

Miles Cameron schreibt seine Geschichte weiter

Auch wenn es bei einem 1000-Seiten-Buch überrascht – das Ende kommt in „Der Drache erwacht“ etwas plötzlich und lässt verschiedene Fäden der Handlung offen. Sie zusammen zu führen, bleibt der Fortsetzung überlassen. Dass er die Geschichte doch nicht in einer Trilogie erzählen könnte, merkte Miles Cameron aber schon zuvor und handelte mit seinem Verlag einen neuen Vertrag aus. „The Traitor Son Cycle“ soll fünf Bände umfassen, zu Band 4 schwanken die Angaben des Veröffentlichungstermins zwischen Herbst 2016 und Sommer 2017. Deutsche Leser müssen sich in jedem Fall in Geduld üben – was schwerfällt, nachdem man durch die Lektüre gut in die Geschichte eingetaucht ist und einfach weiterlesen möchte.

„Der Drache erwacht“ von Miles Cameron ist bei Heyne erschienen. Die Klappenbroschur-Ausgabe geht über 992 Seiten und kostet 16,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Michael Siefener.

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