Thron in Flammen von Brian Staveley – eine Rezension

Brian Staveley: Thron in Flammen

Brian Staveley: Thron in Flammen

„Thron in Flammen“ von Brian Staveley setzt dort wieder ein, wo der Vorgänger aufhörte: Kaden und Valyn sind allen Mordanschlägen entgangen und können nun den Spieß umkehren und sich selbst auf die Suche nach dem Mörder ihres Vaters, des Kaisers von Annur machen. Doch zugleich muss Kaden herausfinden, ob die Csestriim, uralte Feinde der Menschheit, hinter der Verschwörung stecken. Dazu begibt er sich auf magische Pfade, die für Uneingeweihte gefährlich sind. Währenddessen bereitet Adare, Schwester von Kaden und Valyn, ihre Flucht aus dem Kaiserpalast vor – den Anspruch ihrer Familie auf den Unbehauenen Thron hat sie jedoch nicht aufgegeben.

Drei Geschwister setzen den „Thron in Flammen“

Das Debüt von Brian Staveley, „Der verlorene Thron“, zählte zu den spannendsten Veröffentlichungen des vergangenen Jahres. Im Gegensatz zum Vorgänger haben sich die Anteile der Protagonisten in „Thron in Flammen“ jedoch geändert. Adare hat deutlich mehr Abschnitte bekommen. Die Konstruktion, abwechselnd aus Sicht der drei Geschwister Kaden, Valyn und Adare zu erzählen, durchbricht Brian Staveley außerdem leider in der zweiten Hälfte von „Thron in Flammen“. Mit Gwenna kommt eine neue Erzählstimme hinzu. Das geschieht aus dramaturgischen Gründen, soll es Lesern ermöglichen an bestimmten Ereignissen teilzuhaben, führt jedoch zu einem kleinen Bruch.

Die Geschichte tritt im Hinblick auf die Verschwörung auf der Stelle und wird dadurch langatmig – erst benötigen die Geschwister einige Zeit, um jeweils für sich herauszufinden, wer ihren Vater ermordet hat, dann ziehen sie die Motive des Mörders in Zweifel, obwohl es sich bei ihnen um einen uralten Todfeind der Menschen handelt. Das mag zwar für spannende innere Konflikte bei den Protagonisten sorgen, doch ändert es auch radikal die Grundausrichtung der Geschichte.

Dritter Band von Brian Staveley kommt

Die Grundidee von drei Geschwistern, die alle auf verschiedene Weise für das Regieren vorbereitet wurden, von der Ermordung ihres Vaters überrascht werden und dann ohne eigene Machtbasis sind, bleibt dabei aber reizvoll. Auch gelingt es Brian Staveley immer wieder, die Szenerie, in der sich die Protagonisten befinden, zu beschreiben und lebendig zu machen. So kann man sich als Leser gut in die Situation einfühlen.

Insgesamt fällt die Bilanz von „Thron in Flammen“ durchwachsen aus. Wer dennoch wissen will, wie der Kampf um das Kaiserreich Annur endet, muss nur noch bis August warten. Dann erscheint mit „Thron der Götter“ der Abschlussband der Fantasy-Trilogie.

„Thron in Flammen“ von Brian Staveley ist bei Heyne erschienen. Die Paperback-Ausgabe geht über 976 Seiten und kostet 14,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Michael Siefener.

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