Michael J. Sullivan: Riyria 3 – Der Aufstieg Nyphrons

Michael J. Sullivan: Riyria 3 - Der Aufstieg Nyphrons

Michael J. Sullivan: Riyria 3 – Der Aufstieg Nyphrons

Der Aufstieg Nyphrons hat für Melengar ernste Konsequenzen. Denn das von der Kirche gesteuerte Reich geht mit seinen Gegnern nicht gerade zimperlich um. Melengar droht, isoliert und überrannt zu werden. Da kommt die Hilfe durch Riyria gerade recht. Das Meisterdiebeduo Royce und Hadrian sammelt Informationen über die Pläne der imperialen Armee und sabotiert diese. Doch dabei bleibt es nicht: In geheimer Mission reisen sie mit Prinzessin Arista nach Süden, um Bündnispartner für Melengar zu finden. Unterwegs werden sowohl Hadrian als auch Royce mit Ereignissen aus ihrer Kindheit konfrontiert.

Ein Bischof stützt den Aufstieg Nyphrons

Riyria 3 knüpft nahtlos an die beiden Vorgänger „Der Thron von Melengar“ und „Der Turm von Avempartha“ an. Obwohl Hadrian und Royce den Aufstieg Nyphrons behindern konnten, haben sie ihn nicht aufhalten können. Die Gründe erfahren die Leser vor dem Duo, schildert Michael J. Sullivan doch Teile der Handlung aus Sicht von Bischof Saldur sowie der Imperatorin und ihrer Gouvernante. Letztere ist eine der neuen Figuren. Eine weitere ist Arcadius, Dozent an der Universität von Sheridan und ehemaliger Lehrer von Prinzessin Arista. Mit ihm tritt neben Eshradon ein weiterer Zauberer. Doch auch wenn Magie großen Einfluss hat, benutzt Sullivan sie nicht als Allheilmittel.

Gelungen ist ihm in „Der Aufstieg Nyphrons“ vor allem die Charakterentwicklung. Prinzessin Arista wird aus ihrer komfortablen Welt des Adels gerissen und lernt plötzlich das Leben einfacher Menschen kennen. Hadrian und Royce beschäftigen sich nicht nur mit ihrer Vergangenheit, sondern müssen überlegen, ob es für sie eine Zukunft als Diebesduo gibt, da Hadrian nach sinnvolleren Aufgaben sucht. Die sonst eher komischen Reibereien zwischen den beiden bekommen so einen ernsteren Unterton.

Auf Riyria 3 folgt bald der vierte Band

Der Unterhaltungswert der Riyria-Reihe bleibt hoch. Das steigert die Vorfreude auf die Fortsetzung. Und diese hat Klett-Cotta bereits angekündigt – Riyria 4 erscheint am 26. September und trägt den Titel „An Bord der Smaragdsturn“. Insgesamt wird die Reihe sechs Bände umfassen.

„Der Aufstieg Nyphrons – Riyria 3“ von Michael J. Sullivan ist in der Hobbitpresse von Klett-Cotta erschienen. Die Klappenbroschurausgabe geht über 448 Seiten und kostet 16,95 Euro, das E-Book 13,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Wolfram Ströle.

Hobbitpresse im Herbst 2015 mit Anthony Ryan, Tad Williams und Michael J. Sullivan

Der September hat es in sich: Gleich drei Fantasy-Bücher bringt allein die Hobbitpresse im Rahmen ihres Herbstprogramms 2015 heraus. Dabei handelt es sich um den zweiten Rabenschatten-Roman von Anthony Ryan, den dritten Bobby-Dollar-Band von Tad Williams und Riyria 4 von Michael J. Sullivan.

Hobbitpresse im Herbst 2015

Doch der Reihe nach. Am 25. Juli erscheint in der Hobbitpresse zunächst „Der Räuberbräutigam“ von Eudora Welty. Nicht gerade klassische Fantasy, sondern mehr eine Erzählung, die an Mythen der amerikanischen Südstaaten und Märchenvorbilder anknüpft. Bereits der Titel ist Grimms Märchen entnommen. Dass Weltys Version von 1942 es überhaupt noch einmal zur Veröffentlichung bringt, ist der Library of America zu verdanken. Und nun wird es auch eine deutsche Fassung geben.

Winterlich wird es im Spätsommer mit Hyddenworld 4. Am 22. August erscheint „Der Winter“ von William Horwood. Am selben Tag kommt zudem das Fantasy-Buch eines deutschen Autos heraus – ein Werk dieser Art findet sich in den meisten Programmen der Hobbitpresse. Christian von Aster erzählt in „Das Eherne Buch“ eine Geschichte vom Ende allen Krieges. Dass dazu ein letzter Krieg gehört, versteht sich fast von selbst. In den Schlachten dürfte der die besten Chancen haben, der das aus Geschichten geschmiedete Schwert „Das Eherne Buch“ führt. Mit dieser Konstellation hätte das Fantasy-Buch auch zu Feder & Schwert gepasst.

Der Herr des Turms und ein Smaragdsturm

Und damit kommen wir zum Herzstück des Herbstprogramms 2015 der Hobbitpresse. Sicherlich auch im Hinblick auf die Frankfurter Buchmesse erscheinen am 26. September gleich drei Werke. Mit „Der Herr des Turms“ setzt Anthony Ryan „Das Lied des Blutes“ fort. Rabenschatten 2 erzählt, wie es im Leben von Vaelin al Sorna weitergeht, als er in seine Heimat zurückkehrt. Weit weg von ihrer Heimat sind hingegen Royce und Hadrian, die sich in Ryria 4 „An Bord der Smaragdsturm“ befinden. Auch dort lauern Gefahren, vor allem von der Kirche und dem Reich Nyphrons. Doch das Diebesduo nimmt es mit den Gegnern auf, geht es doch darum, den wahren Erben Nyphrons zu finden.

Chronisch zu spät kommt Bobby Dollar, vor allem, wenn seine Vorgesetzten ihn sehen wollen. Da verwundert es nicht, dass es der Engel mit menschlichen Seiten auch am Jüngsten Tag nicht schafft, pünktlich zu kommen. Mit „Spät dran am Jüngsten Tag“ soll Tad Williams die Trilogie abschließen, die laut seiner Website mal als Serie geplant war. Vielleicht war die Geschichte zwischen Himmel und Hölle nicht so erfolgreich wie erhofft. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die Hobbitpresse im Herbst 2015 mit Band 6 die Chronik zur Hobbit-Verfilmung abschließt.

Joe Abercrombie kommt nach Deutschland zu einer Lesereise

Fantasy-Autor Joe Abercrombie    Foto: Lou Abercrombie

Fantasy-Autor Joe Abercrombie Foto: Lou Abercrombie

 

Joe Abercrombie wird für eine Lesereise nach Deutschland kommen. Wie LordGrimdark auf seinem Twitter-Kanal bekanntgab, plant er seinen Besuch für Juni. Er wird allerdings nur in Berlin und Stuttgart Station machen, wie der Heyne-Verlag, bei dem die deutschen Übersetzungen der Bücher von Joe Abercrombie erscheinen, auf seiner Website angibt (Update vom 18. Mai)). In Berlin wird er am 17. Juni um 19.30 Uhr im DTK-Wasserturm lesen. Die Buchhandlung „Otherland“ organisiert die Veranstaltung. Der Eintritt wird frei sein. Bereits am folgenden Abend erscheint Big Joe im Stuttgarter Literaturhaus. Dort bekommt der Brite den Schwäbischen Lindwurm im Rahmen der Dragon Days 2015 verliehen. Hier kostet die Lesung Eintritt und zwar zwischen 4,50 und 9 Euro. Abercrombie wird übrigens erst der dritte Preisträger sein. Erster war Tad Williams, im vergangenen Jahr ging der Preis an die Augsburger Puppenkiste.

Joe Abercrombie liest in Deutschland

Abercrombies Lesereise kommt publikationstechnisch zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt. Aktuell ist seine Shattered-Sea-Trilogie (Bruchsee-Trilogie) auf dem Markt. Doch während im Original der Abschlussband im Herbst 2015 erscheinen wird, ist auf Deutsch mit „Königsschwur“ erst Band 1 erhältlich. Band 2 wird den Titel „Königsjäger“ tragen, ist aber erst für Anfang August angekündigt. Somit bleibt abzuwarten, aus welchem seiner Werke Joe Abercrombie in Deutschland lesen wird. Möglicherweise werden es sogar beide Romane der Jugendbuch-Reihe werden.

„Big Joe“ selbst dürfte eine Lesereise gerade gut in den Kram passen. Denn nach eigenem Bekunden befindet er sich gerade in einer Schaffenspause. Als nächstes Großprojekt steht die zweite Trilogie der Klingen-Romane an, an deren Konzept er jedoch noch arbeitet.

Die Wartezeit überbrücken helfen soll eine Anthologie mit Kurzgeschichten, die in der Klingen-Welt spielen. Welche Geschichten diese umfasst und ob sie übersetzt wird, ist noch offen, doch da sich Abercrombies Werke gut verkaufen und zuletzt wieder vermehrt Anthologien und Erzählungen, etwa von George R.R. Martin, Patrick Rothfuss und Peter V. Brett, ihren Weg nach Deutschland fanden, stehen die Chancen für eine Übersetzung nicht schlecht. Da Joe Abercrombie nicht vor 2016 mit einer Veröffentlichung des Originals rechnet, ist das noch Zukunftsmusik. Vielleicht wir der englische Fantasy-Autor aber auf der Lesereise in Deutschland schon mehr verraten.

David Anthony Durham: Acacia – Reiche Ernte (Acacia 3)

David Anthony Durham: Acacia - Reiche Ernte (Acacia 3)

David Anthony Durham: Acacia – Reiche Ernte (Acacia 3)

Eine reiche Ernte wollen die Auldek in Acacia einfahren. Sie wollen das Reich erobern und wieder Nachkommen in die Welt setzen, wie es den Numrek gelungen ist. Die bevorstehende Invasion ist nicht die einzige Bedrohung, der sich Acacia gegenübersieht. Denn die Gilde arbeitet weiter daran, den Handel zu dominieren und liefert mit dem Prios Wein eine neue Droge, mit der die Bevölkerung ruhig gehalten werden soll. Um diese zu beeindrucken und Unterstützung beim Regieren zu bekommen, hat Königin Corinn zudem ihren Bruder Aliver wieder auferstehen lassen. Und dann sind da noch die Santoth, uralte Zauberer, die zurück zu alter Macht möchten …

Acacia-Trilogie von David Anthony Durham

Mit „Reiche Ernte“ (The Sacred Band) schließt David Anthony Durham seine Acacia-Trilogie ab. Sie gehört zu den herausragenden Fantasy-Werken der vergangenen Jahre. Denn Durham verknüpft in seinem Stoff sehr viele Themen: Kolonialgeschichte und Sklavenhandel sowie Umgang mit Macht und Herrschaft. Und das alles bettet er in eine Familiengeschichte ein. Mit den vier Akarans hat er Figuren geschaffen, die zum einen sehr unterschiedlich sind, zum anderen aber gerade durch die Familienbande auch Ähnlichkeiten aufweisen.

Da ist Corinn, die zur Königin aufsteigt und aus Unsicherheit ihre Herrschaft mit allen Mitteln zu sichern bereit ist. Da ist Aliver, ein Idealist, der auf ein Miteinander setzt und sogar über die Abschaffung der Monarchie nachdenkt. Da ist Dariel, der sich vom Abenteurer und Entdecker zu einem Anführer entwickelt, der für die Schuld einstehen will, die seine Familie auf sich geladen hat. Und dann ist da Mena, eine Kriegerin, die Soldaten mitreißt und begeistert, aber lernen muss, dass sie nicht alle beschützen kann.

Viele Figuren in „Acacia – Reiche Ernte“

Auch im dritten Acacia-Band hat jedes der Geschwister seinen eigenen Handlungsstrang. Die gute Nachricht ist, dass es Durham gelingt, alles am Ende zusammen zu fügen. Er behält den Überblick in seiner Geschichte. Denn, und dies ist die schlechte Nachricht, es sind nicht nur die vier Akarans, aus deren Perspektive erzählt wird. Die Leser bekommen noch Einblicke in die Gedankenwelt von mehr als einem halben Dutzend weiterer Figuren. Diese sind gut entworfen, doch die ständigen Wechsel führen, gepaart mit den manchmal recht kurzen Kapiteln, dazu, dass der Lesefluss sich erst in der zweiten Hälfte des Buches einstellen will, wenn die Handlung Fahrt aufnimmt. Doch dafür wird man mit einer tollen, reichhaltigen Geschichte belohnt, für die Durham ein schlüssiges Ende findet.

Auf weitere Werke des Autors werden Leser noch länger warten müssen. Durham ist einer der Autoren der Wild-Card-Serie, die George R.R. Martin herausgibt. Laut seiner Website schreibt David Anthony Durham zudem an einem historischen Roman über Spartacus und plant ein Fantasy-Werk, das das Alte Ägypten als Setting nimmt und um magische Elemente erweitert.

„Acacia – Reiche Ernte“ von David Anthony Durham ist bei Blanvalet erschienen. Die broschierte Taschenbuchausgabe hat 864 Seiten und kostet 15 Euro. Die Übersetzung stammt von Tim Straetmann.

Originelle Originale: Tufa – The Hum and the Shiver von Alex Bledsoe

Alex Bledsoe: The Hum and the Shiver

Alex Bledsoe: The Hum and the Shiver

 

Manche Autoren, manche Reihen, manche Stoffe sind in der deutschen Übersetzung nicht so erfolgreich wie im Original. Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich: kulturelle Unterschiede, fehlende Vermarktung, falsche Aufmachung, oder das Buch passt nicht ins Verlagsprogramm. Das Ergebnis ist aber dasselbe – weitere Werke des Autors schaffen es nur in Ausnahmefällen noch einmal nach Deutschland.

The Hum and the Shiver

Ein Buch, das wohl nie übersetzt werden wird, ist „The Hum and the Shiver“ (wörtlich: das Brummen und das Zittern) von Alex Bledsoe. Bislang erschien von ihm lediglich der Fantasy-Detektivroman „Das Schwert des Königs“ auf Deutsch (Heyne). Der erste Roman um die Tufa ist mit seinem Musik-Setting und seiner Verwurzelung in Tennessee wohl zu speziell für den deutschsprachigen Raum. Doch wer Freude an ungewöhnlichen Geschichten hat und Bücher in Englisch liest, kommt hier auf seine Kosten.

Im Mittelpunkt von „The Hum and the Shiver“ steht Bronwyn Hyatt. Nach einer Verwundung im Irak-Krieg kehrt sie in ihren Heimatort in den Smoky Mountains zurück. Dort, im Osten Tennessees, sind nicht nur sie und ihre Familie verwurzelt, sondern alle Tufa. Dieses Volk soll seinen Ursprung im irischen Feenvolk haben, doch Genaues wissen nur sie selbst, und für Außenseiter ist es schwer herauszufinden, hüten die Einwohner von Cloud County doch ihre Geheimnisse sehr gut. Aus der Enge dieser Welt war Bronwyn zur Armee geflüchtet. Kaum zu Hause, soll sie sich gleich wieder in die Traditionen fügen. Vor allem aber muss die junge Frau wieder in die Musik der Tufa eintauchen, die für Angehörige des Volkes ein Lebenselixier ist.

Alex Bledsoe: journalistischer Erzählstil

Alex Bledsoe erzählt die Geschichte eher ruhig und nüchtern. Nicht umsonst hat er lange als Journalist gearbeitet. Da verwundert es nicht, dass er auch die Figur eines Reporters eingebaut hat. Ihn begleiten die Leser bei seiner Recherche über die Tufa. Eine noch größere Rolle spielt ein Priester, der ebenso von außen kommt und hinter die Geheimnisse des Volkes kommen möchte. Während es diese beiden Figuren ermöglichen, den Mythen um die Tufa auf den Grund zu gehen, liefert Bronwyn die Innensicht. Mit ihr hat Bledsoe eine Protagonistin erschaffen, die sowohl stark als auch schwach ist, menschliche Fehler zeigt und als Erstgeborene dazu über übernatürliche Kräfte verfügt. Das Übernatürliche setzt Bledsoe jedoch sparsam ein, sodass die Fantasy-Aspekte nicht zu Fremdkörpern in der realen Welt Tennessees werden.

Musik spielt in den Tufa-Romanen eine große Rolle. Auch wenn der Text nicht die Emotionen transportieren kann, die in der Musik stecken, gelingt es Bledsoe, die Wirkung auf die Personen zu beschreiben und deren Freude am Musizieren zu vermitteln. Welche Kraft in den Liedern der Tufa steckt, wird nicht komplett enthüllt. „The Hum and the Shiver“ ist ja auch nur der erste Band einer Reihe von Geschichten, die in sich abgeschlossen sind. Drei Tufa-Romane sind bereits erschienen. Auf seinem Blog und über die Social-Media-Kanäle gibt Bledsoe zudem immer wieder Hinweise dazu, auf welche Vorbilder er zurückgegriffen hat – auch musikalisch.

Wer nach der Rezension neugierig geworden ist und das Buch lesen möchte, kommt am einfachsten an ein E-Book-Exemplar. Derzeit (Mitte April 2015) kostet „The Hum and the Shiver“ rund 3 Euro. Die Print-Ausgabe erschien 2011 bei Tor Books und hat 353 Seiten.

Piper-Fantasy im Herbst 2015: Mit Markus Heitz, Sebastien de Castell und Alex Marshall

Für alle, die planen möchten: Die ersten Ankündigungen zum Herbstprogramm 2015 von Piper sind heraus. Piper-Fantasy setzt vor allem auf bewährte Autoren, die zum Teil Reihen fortführen, zum Teil aber auch neue Stoffe in Angriff nehmen – oder ganz neu sind.

Piper-Fantasy im Herbst 2015

Altbewährtes kommt ab dem 14. September 2015 von Michael Peinkofer. Nach Orks und Zauberern hatte er sich den Königen der Erdwelt zugewandt. „Sieg der Könige“ schließt die Trilogie ab. Nicht abgeschlossen war hingegen der zweite Greatcoats-Band von Sebastien de Castell, da die Übersetzung noch vor dem Original erschien. Mit „Sturmbogen“ geht die Geschichte aus „Hochverrat“ am 5. Oktober endlich weiter.

Am selben Tag betritt auch ein neuer Autor die Bühne. Das heißt, neuer Fantasy-Autor trifft es besser. Denn bei Alex Marshall handelt es sich nicht um einen Bowler, sondern laut Piper um einen bekannten Autor, der unter diesem Pseudonym einen Ausflug in die Fantasy unternimmt. „Blut aus Silber“ erzählt die Geschichte einer Veteranin, die aus dem Ruhestand gerissen wird – Heldenfantasy mit einer Anti-Heroine. Das macht zumindest neugierig.

In die Kategorie „Bewährter Autor mit neuem Stoff“ fällt dagegen „Sieben Heere“. Tobias O. Meißner ist es, der dahinter steckt. Am 9. November erscheint das Buch im Piper-Herbstprogramm 2015 und soll von einer „von Krieg und dunkler Magie geprägten Welt“ handeln.

Neues von Markus Heitz und im All

Und dann ist da noch ein neuer Heitz am Horizont. „Drachengift“ setzt „Die Mächte des Feuers“ und „Drachenkaiser“ fort, für die sich Markus Heitz ins Berlin der 1920er-Jahre begeben hat. Sein letztes Buch, das bei Piper erscheint, bevor er erst einmal exklusiv zu Droemer-Knaur wechselt, kommt allerdings erst 2016 heraus. Als Termin ist der 14. Januar vorgesehen.

Für Fantasy-Fans steht es zwar nicht an erster Stelle, doch mit dem Herbstprogramm 2015 kommt eine wichtige Änderung: Piper gönnt der Science-Fiction ein eigenes Programm. Piper Science-Fiction wird mindestens zwei Romane umfassen, „Der Abgrund jenseits der Träume“ des Briten Peter F. Hamilton und „Das Schiff“ von Andreas Brandhorst. Beide Bücher sollen Anfang Oktober erscheinen.

Update: Taschenbücher von Piper-Fantasy

Im Herbst 2015 bringt Piper-Fantasy auch einige Taschenbuchausgaben heraus. Anlässlich des Todes von Terry Pratchett gehört dazu ein neunbändiger Schuber mit Scheibenwelt-Romanen. Um eine Erstausgabe handelt es sich hingegen bei „Age of Iron“ (warum nicht einfach Eisenzeit?) von Angus Watson. In diesem Fantasy-Roman, der am 7. Dezember erscheint,  geht es um einen Söldner, der sich mit den Falschen verbündet und dadurch mit mächtigen Gegnern anlegt. Wie der Titel bereits andeutet, stammen die historischen Vorbilder aus der Eisenzeit. Ebenfalls von einem englischen Autor stammt eine weitere deutsche Fantasy-Erstausgabe, die am 1. Februar auf den Markt kommt. „Die Murdstone-Trilogie“ verspricht komisch zu werden. Sie handelt von einem Schriftsteller, der Fantasy schreiben soll und sich dafür mit einem Kobold verbündet, da er bereits von Tolkien Ausschlag bekommt. Dummerweise besteht der Kobold auf einer Gegenleistung. Nun ja, Humor ist schwierig.