Glenda Larke: Der Bund der Illusionisten – Trügerisches Licht

Glenda Larke: Trügerisches Licht

Glenda Larke: Trügerisches Licht

Mit „Trügerisches Licht“ setzt Glenda Larke ihre Trilogie um den „Bund der Illusionisten“ fort: Um ihr Volk, ihre Heimat und ihren Geleibten zu schützen, hat Ligea Kardistan verlassen und sich zurück nach Tyr begeben. Am Imperium, in dem sie aufgewachsen ist, schätzt sie noch immer die Kultur. Doch vor allem ihr Hass auf Herrscher Bator Korbus und Rathrox, Kopf der Bruderschaft, treiben sie an. Ihr Plan: die Sklaven befreien und die Rebellion in Vasasllenstaaten des Imperiums schüren.

Neuer Protagonist für den „Bund der Illusionisten“

Mit dem Imperium von Tyr schuf Glenda Larke ihre eigene Version des Römischen Reiches. Bei all seinen kulturellen Errungenschaften war dieses auf dem Rücken von Sklaven aufgebaut. In Tyr soll diese Sklaverei nun abgeschafft werden. Womit Ligea das System ersetzen will, offenbart Larke ihren Lesern aber nur häppchenweise und geht dabei kaum in die Tiefe. Ihr kommt es in „Trügerisches Licht“ mehr auf die Beziehungen der Hauptfiguren zueinander an. Neben Ligea, aus deren Perspektive die Handlung zu Beginn geschildert wird, tritt ihr Sohn Arrant. Da dieser am Anfang des Fantasy-Romans noch nicht geboren ist, muss der Aufstand von Ligea und ihren Mitstreitern Jahre andauern, damit Arrant auch eine wichtige Rolle spielen kann. Das führt dazu, dass die ganze Rebellion unrealistisch verläuft und ihr Ablauf konstruiert wirkt.

Leider gelingt es Larke auch nicht so gut, die Perspektive eines kleinen Jungen einzunehmen wie es ihr mit Ligea, einer starken Frau und Mutter gelingt. Da Leser vor allem aus dem Blickwinkel von Arrant etwas über Ligea erfahren und der Sohn zur Mutter auf Distanz geht, entfernt man sich auch als Leser emotional von der großartigen Protagonistin aus „Flüsternder Sand„. „Trügerisches Licht“ wird dagegen  an einigen Stellen leider etwas zäh.

Auf „Trügerisches Licht folgt „Brennender Wind“

Warum sich Glenda Larke so stark auf Arrant konzentriert, ergibt beim Blick auf die Fortsetzung Sinn. „Der Bund der Illusionisten – Brennender Wind“ erscheint im Juli und handelt von Arrants Reise nach Kardiastan. Dort wird er nicht nur seinen Vater wiedersehen, sondern auch in den Kampf der Illusion mit der Verheerung verwickelt werden. Denn diese – vergleichbar mit dem „Nichts“ in der „Unendlichen Geschichte – wird immer mehr zu einer großen Bedrohung.

„Der Bund der Illusionisten – Trügerisches Licht“ von Glenda Larke ist bei Blanavalet erschienen. Die Taschenbuch-Ausgabe umfasst 672 Seiten und kostet 11,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Susanne Gerold.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s