Oliver Plaschka gewährt Einblicke – der etwas andere Werkstattbericht

Oliver Plaschka darf sich auch Doktor nennen. Der Ethnologe und Anglist schreibt und übersetzt inzwischen aber vor allem Fiktion. Gleich für seinen ersten Roman, „Fairwater“ (Feder & Schwert), bekam er 2008 den Deutschen Phantastik Preis. Zuletzt erschien von ihm „Das Licht hinter den Wolken“ bei Klett-Cotta, in dem eine junge Frau, ein junger Söldner und ein uralter Zauberer die Welt verändern. Oliver Plaschka lebt in Speyer.

1. Was ist Ihre Lieblingszeit zum Schreiben?

Früher habe ich gerne nachts geschrieben. Teile von „Fairwater“ entstanden noch morgens um 5 Uhr. Heute schreibe ich eigentlich am liebsten vormittags.

2. Welches ist Ihr Lieblingsgetränk während des Schreibens?

Definitiv Kaffee. Dies ist wahrscheinlich auch die Erklärung für Antwort 1.

3. Auf welcher Sitzgelegenheit sitzend schreiben Sie am liebsten?

Auf dem Sessel vor meinem Schreibtisch. Ich hab’s gern bequem.

4. Worin besteht die größte Versuchung, um während der Arbeit abgelenkt zu werden?

Die schlimmste Ablenkung ist das Internet. Von daher versuche ich Schreiben und Recherche möglichst voneinander zu trennen, und benutze kein WLAN, sondern ein Kabel, das ich auch mal rausziehen kann.

Oliver Plaschka (Foto: privat)

Oliver Plaschka (Foto: privat)

5. Wie viele Wörter schreiben Sie am Tag?

Ich habe keine festen Regeln, und ich habe auch nie gezählt. Wenn ich schreibe, versuche ich, etwas zwei Seiten Times einzeilig hinzukriegen.

6. Drucken Sie Texte noch zum Korrekturlesen aus?

Immer. Am Bildschirm fällt einem einfach zu wenig auf.

7. Wer darf eine neue Geschichte zuerst lesen?

Wer immer sich dafür interessiert und die Zeit hat, sich mit mir darüber zu unterhalten.

8. Welchen Platz bekommen die eigenen Bücher zu Hause?

James Branch Cabell besaß einen eigenen Schrank aus Tropenholz für seine Erstausgaben. Ich habe beschlossen, dass ich dagegen nicht ankomme. Deshalb gibt es einfach einen Stapel neben meinem rechten Lautsprecher.

9. Kann man als professioneller Schreiber noch mit Vergnügen das Werk anderer Autoren lesen?

Natürlich. Die Schwierigkeit besteht eher darin, überhaupt Zeit zum Lesen zu finden.

10. Welchen magischen Trick würden Sie gern selbst beherrschen?

Mich nicht bei jedem neuen Projekt wieder verrückt zu machen, als ob es mein erstes wäre.

11. Wie viel Internet darf es am Tag sein?

So viel, dass ich noch schaffe, was ich mir vorgenommen hat. Ich stoppe aber nicht die Zeit. Bei schönem Wetter wird es weniger.

12. Brauchen Autoren Haustiere?

Momentan habe ich kein Haustier, ich mag Tiere aber. Wenn ich mir eines zulege, dann hat das nichts mit meinem Beruf zu tun.

Weitere Teile der Serie „Einblicke“:

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