Alex Bledsoe: Das Schwert des Königs, erster Eddie-LaCrosse-Roman

Cover von Das Schwert des Königs

Alex Bledsoe: Das Schwert des Königs

„Das Schwert des Königs“ – hinter diesem Titel könnte sich ein beliebiges Märchen oder ein beliebiger Fantasy-Roman verstecken. Alex Bledsoe hat jedoch einen Fantasy-Krimi geschrieben, der die beiden Genres gut vereint.

Eddie LaCrosse ermittelt in „Das Schwert des Königs“

Der Detektiv in „Das Schwert des Königs“ heißt Eddie LaCrosse. Ein guter, nicht mehr ganz junger Schwertkämpfer, der die fehlende Schnelligkeit mit viel Erfahrung wettzumachen weiß. Ein Auftrag führt ihn zurück nach Arentia, seiner Heimat, die er 20 Jahre zuvor verlassen hatte. Sein Jugendfreund, der König des Landes, bittet ihn, den Mord an seinem Sohn aufzuklären und die Beschuldigte, die Königin und Mutter des Opfers, zu entlasten. Nur widerwillig macht sich Eddie LaCrosse an die Arbeit – denn seine Suche nach der Wahrheit führt ihn zurück in seine eigene Vergangenheit und sein eigenes Versagen.

Alex Bledsoe startet eine Fantasy-Krimi-Reihe

Alex Bledsoe wählt ein Fantasy-Setting, um eine Kriminalgeschichte zu erzählen. Das Rätsel, das Eddie LaCrosse zunächst zu lösen hat, ist ein Klassiker der Detektivgeschichten. Seit Edgar Allen Poe gibt es das Rätsel um eine Tat in einem verschlossenen Raum. Eddie muss es lösen, wenn er widerlegen will, dass die Königin, die allein mit ihrem Sohn in einer Kammer war.

Der Ermittler selbst entstammt jedoch nicht der Schule der armchair-detectives à la Hercule Poirot, sondern eher der amerikanischen hard-boiled school: Sein nicht leicht schmutziges Büro hat er über einer Taverne in einer fast schon heruntergekommenen Stadt. Eddie LaCrosse wird niedergeschlagen, soll durch rohe Gewalt eingeschüchtert werden und geht notfalls über Leichen. Bledsoe hat jedoch keinen Mittelalter-Krimi geschrieben, sondern einen Fantasy-Krimi. Und so kommt die Magie ins Spiel. Diese ist in der Welt, in der „Das Schwert des Königs“ (The Sword-Edged Blonde) spielt, nicht präsent. Doch genau sie ist der Schlüssel zur Lösung des Falls (auch wenn beim Mord keine Magie benutzt wurde).

Der Fantasy-Krimi von Alex Bledsoe ist keine Detektivgeschichte zum Mitraten, sondern vielmehr ein Psychogramm der Hauptfigur. Die kurzweilige Geschichte erhöht die Vorfreude auf die Fortsetzungen. Im Original erscheint diesen Sommer bereits der vierte Fall von Eddie LaCrosse. Bledsoe lebt mit seiner Familie in Wisconsin, stammt selbst aber aus einem Ort in der Nähe von Memphis, Tennessee. Bevor er hauptberuflich Autor wurde, arbeitete er als Journalist, Fotograf und Staubsaugervertreter – sollte sich also gut verkaufen können.

„Das Schwert des Königs“ von Alex Bledsoe ist bei Heyne erschienen und hat in der broschierten Taschenbuchausgabe 400 Seiten – der Preis liegt bei 14,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Ursula Kiausch.

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2 Gedanken zu „Alex Bledsoe: Das Schwert des Königs, erster Eddie-LaCrosse-Roman

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