Vorschau April 2012: Eddie LaCrosse ermittelt nachts in Villjamur

Cover von "Nacht über Villjamur"

Mark Charan Newton: Nacht über Villjamur

Im April ist die Zahl der Neuerscheinungen groß – da fällt die Auswahl schwer. Doch auf das Erscheinen der deutschen Ausgabe von Mark Charan Newtons „Legende der Roten Sonne“ dürften viele Leser sich freuen, die den englischsprachigen Fantasy-Markt verfolgen. Die Reihe wurde vielfach gelobt, doch dürfte die Prosa, die Newton selbst als experimentell bezeichnet, nicht jedem gefallen. In „Nacht über Villjamur“ werden die Leser in eine sterbende Welt eingeführt. Die rote Sonne verglüht, eine Eiszeit zieht herauf – was auch nicht ohne Folgen auf die politische Lage im Kaiserreich bleibt. Einer der Protagonisten ist Inspektor Rumex Jeryd, der im Zuge von Mordermittlungen eine Verschwörung aufdeckt. Über 512 Seiten geht Band 1, der bei Egmont-Lyx kurz vor Ostern erscheint und dort zu den auserwählten High-Fantasy-Werken gezählt wird. Newton selbst spricht von „noir-pulp“.

Cover von Das Schwert des Königs

Alex Bledsoe: Das Schwert des Königs

Einen Ermittler ganz anderer Art, bringt Heyne im April auf den deutschen Markt: Eddie LaCrosse. Alex Bledsoe ist sein Schöpfer – bereits drei Romane mit diesem Helden sind in den USA erschienen – Band 4 ist für diesen Sommer angekündigt. In „Das Schwert des Königs“ (The Sword-Edged Blonde) – für das Heyne kurz vor Veröffentlichung noch einmal das Cover wechselte – bekommt es der Ermittler mit einer Verschwörung zu tun, in die auch sein Jugendfreund der König verstrickt zu sein scheint. Da wird es nicht nur darauf ankommen, den Mord an einem Prinzen eines Nachbarstaats aufzuklären. Ursula Kiausch hat den Roman übersetzt, der die Genres Detektivroman und Fantasy miteinander verbindet. Über 400 Seiten erstreckt sich die Handlung, 14,99 Euro lautet der Preis für das broschierte Taschenbuch.

Cover von Barbarendämmerung

Tobias O. Meißner: Barbaren-dämmerung

In „Die Soldaten“ schilderte Tobias O. Meißner das Schicksal einer Kompanie frischer Rekruten, die an einen gefährlichen Grenzposten versetzt werden. Dort ging es vor allem um die Schrecken des Krieges aus Soldatensicht, in „Barbarendämmerung“ ist eher die Sicht der Zivilbevölkerung gefragt. Ein mächtiger Krieger zieht plündernd durch die Lande. Dass die Menschen den Wilden für ihre Zwecke einspannen wollen,  treibt ihn zur Raserei. Das klingt ein wenig nach einer Mischung aus King Kong und Tarzan, dürfte in jedem Fall aber viel Zivilisationskritik enthalten – das verrät bereits das der Handlung voran gestellte Zitat von Robert E. Howard. Howards Conan dürfte auch sonst für das Buch Pate gestanden haben (Das scheint gerade bei deutschen Autoren in Mode zu sein, etwa auch bei Jonas Wolf.). „Barbarendämmerung“ erscheint Mitte April bei Piper, die Klappenbroschur-Ausgabe mit ihren 432 Seiten kostet 15,99 Euro.

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