Fantasy-Neuerscheinungen Februar 2012: Das Osiris Ritual unter Dieben

Cover Osiris Ritual

George Mann: Osiris Ritual

Nach dem ersten Steampunkt-Krimi von George Mann erscheint nun bei Piper Ende Februar auch der zweite – „Das Osiris Ritual“ ist ein weiterer Fall für Newbury und Hobbes. Wie schon in „Affinity Bridge“ ermitteln sie im viktorianischen London. Dieses Mal müssen sich der adlige Ermittler und seine spionierende Assistentin mit Todesfällen auseinandersetzen, in die ein berühmter Zauberkünstler verstrickt ist. Der Steampunk-Roman hat seinen Namen jedoch von einem weiteren Handlungsstrang, bei dem es um das Osiris Ritual und eine ägyptische Mumie geht. Nach Zombies sind es dieses Mal also Mumien, die als Untote eine Rolle spielen, Newbury darf seinem Sinn für das Okkulte nachgehen und dass Hobbes es mit dem Magier aufnehmen kann, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Die Klappenbroschur-Ausgabe besteht aus den bei Piper üblichen gut 400 Seiten und kostet stolze 16,99 Euro.

Cover von Unter Dieben

Douglas Hulick: Unter Dieben

In einer eher mittelalterlichen Fantasy-Welt ist dagegen „Unter Dieben“ von Douglas Hulick angesiedelt. Wie der Titel schon verrät, spielt die Handlung in der Unterwelt der Diebe, Schmuggler und Halsabschneider. Im Mittelpunkt steht der Schmuggler Drothe, dessen Leben sich plötzlich ändert, als er ein bedeutendes Buch in die Hände bekommt. Es ist seine Chance sein Leben zu ändern, doch natürlich sind noch andere hinter dem Buch her. Douglas Hulick kommt aus Fargo, dem schönen Ort, den die Cohen-Brüder durch den gleichnamigen Film berühmt gemacht haben. „Unter Dieben“ ist nur der Auftakt zu einer Reihe. Der Fantasy-Roman erscheint Mitte Februar bei Heyne, ist 576 Seiten lang und kostet 14,99 Euro.

Cover von Die Tyrannin

Karen Miller: Die Tyrannin

Mitte Februar erscheint außerdem der Abschlussband der Godspeaker-Trilogie der in Australien lebenden Karen Miller. In „Die Tyrannin“ geht es um die Frage, ob ein Herrscher zum Despoten werden soll, wenn sein Volk seinem Kurs nicht folgen will und dabei den eigenen Untergang riskiert. Königin Rhian von Ethrea sieht im Wüstenreich Mijak eine Bedrohung für ihr Volk, findet jedoch kaum Unterstützung für einen Krieg. Ob sie dennoch den Krieg vom Zaun bricht und welche Folgen ihre Entscheidung hat, wird auf den rund 800 Seiten von „Die Tyrannin“ geklärt. Die broschierte Taschenbuchausgabe von Blanvalet kostet 15 Euro.

Falko Löfflers etwas anderer Werkstattbericht: Einblicke

Falko Löffler ist seit 2003 freier Autor. Neben Roman verfasst er auch Drehbücher und vor allem Texte für Computerspiele. Er ist außerdem Aufsichtsratmitglied der Stiftung Phantastische Bibliothek Wetzlar. Löffler ist auf vielen Kanälen im Netz vertreten, erste Anlaufstelle ist die Homepage.

1. Was ist Ihre Lieblingszeit zum Schreiben?

Während meiner Zeit als Angestellter habe ich an meinen Romanen meist werktags von 6 bis 9 Uhr morgens gearbeitet. Das war definitiv nicht meine Lieblingszeit, aber es hat funktioniert. Jetzt, als freier Autor habe ich eigentlich völlig freie Zeiteinteilung. Doch zum einen ist das Schreiben von Romanen nur einer von vielen Autorenjobs (hauptsächlich schreibe ich Texte für Computerspiele) und die haben alle ihre eigenen lustigen Deadlines. Außerdem gibt das Familienleben einen gewissen Rhythmus vor, in den die Kreativität gepresst werden muss.

2. Welches ist Ihr Lieblingsgetränk während des Schreibens?

Kaffee. Danach etwas Kaffee. Dann Wasser (frisch aus der Leitung – Vorteil des Landlebens). Experimente mit Alkohol haben nur zu nicht verwertbaren Ergebnissen geführt.

3. Auf welcher Sitzgelegenheit sitzend schreiben Sie am liebsten?

Ein ICE-Sitz gehört zu meinen liebsten Sitzgelegenheiten – dreistündige Zugfahrt sind perfekt, um effizient zu arbeiten. Das geht aber nur mit Kopfhörern. Meist sitze ich aber auf einem Bürostuhl der preislichen Mittelklasse in meinem Souterrain-Büro mit Blick auf den Apfelbaum. Wenn ich von Äpfeln die Schnauze voll habe, bewege ich mich mit dem Notebook ins nächste Café.

4. Worin besteht die größte Versuchung, um während der Arbeit abgelenkt zu werden?

E-Mail, Twitter, Facebook. Oder die begrüßenswerten Anrufe von Thomas Plischke. Und Joggen – aber dazu muss ich mich oft genug zwingen.

Porträt Falko Löffler

Autor Falko Löffler, Foto: Alina König

5. Wie viele Wörter schreiben Sie am Tag?

An einem durchschnittlichen Tag sind es irgendwo zwischen 1.000 und 2.000 Wörter An einem guten Tag werden es 4.000 oder mehr. An einem schlechten Tag gar nichts. An einem sehr schlechten Tag Minus 2.000 bis Minus 3.000 (Schrott löschen, Selbstzweifel). Bei mir ist das Plotten und das Schreiben nicht streng voneinander getrennt – ich versuche einen Mittelweg zwischen Planung und Schreiben aus dem Bauch heraus zu finden. Selbst ein Tag ohne echten Wordcount kann deswegen produktiv sein.

6. Drucken Sie Texte noch zum Korrekturlesen aus?

Nein. Eigene Manuskriptfassungen lese ich zunächst ganz normal am Bildschirm, dann auf einem Lesegerät (Kindle und/oder iPad). Da selbst Druckfahnen inzwischen als PDF kommen, muss ich nicht einmal im letzten Arbeitsschritt zu Papier greifen, was mir persönlich entgegenkommt. Meine ersten Geschichten habe ich auf einen Commodore-Monitor getippt, warum sollte ich auf meine alten Tage zum Papier zurückkehren?

7. Wer darf eine neue Geschichte zuerst lesen?

Kommt auf die Geschichte an. Ich kann meine Testleser inzwischen recht gut einschätzen und weiß, wer eher auf Handlung achtet, wer auf Charakterzeichnungen ein Auge hat, wer Logiklöcher findet. Da, wo ich selbst die Schwächen sehe, wähle ich entsprechend die Testleser im Bekanntenkreis aus, aber meistens bin ich selbst der kritischste Testleser – ich muss die Geschichte nur lange genug liegen lassen (siehe mein seit drei Jahren in Arbeit befindlicher Politthriller *hüstel*).

8. Welchen Platz bekommen die eigenen Bücher zu Hause?

Die haben einen Regalplatz im Büro. Dort sammeln sich auch andere Sachen an, die ich verfasst habe wie Zeitschriftenartikel oder Spiele. Jedenfalls wird das Material nicht pompös ausgestellt, sondern gestapelt.

9. Kann man als professioneller Schreiber noch mit Vergnügen das Werk anderer Autoren lesen?

Damit habe ich kein Problem – ich kann mein Hirn in den „Konsum“-Modus schalten und einen Text einfach nur lesen und genießen. Wäre auch ein Verlust, wenn es anders wäre – dank E-Book-Reader habe ich meistens 30 ungelesene Bücher dabei. Wenn ich einen Autor entdecke, durch dessen Roman ich nur so durchhechele, bin ich immer noch so begeistert wie vor 25 Jahren. Wie Autoren nicht lesen können, ist mir daher ein Rätsel, und ich halte es mit Stephen King: „If you want to be a writer, you must do two things above all others: read a lot and write a lot.“

10. Welchen magischen Trick würden Sie gern selbst beherrschen?

Im Boden versinken. Ich war oft genug in der Situation, in der so etwas sehr hilfreich gewesen wäre. Ich arbeite dran.

11. Wie viel Internet darf es am Tag sein?

Zu viel. Als dienstleistender Miet-Autor kann ich mich sowieso nicht tagelang ausklinken. Und Twitter möchte ich nicht missen. Einerseits, um mit einem Blick zu sehen, was gerade in diesem Moment in der Welt und im Bekanntenkreis passiert. Außerdem: Diese Möglichkeit, eine Albernheit sofort rausposaunen zu können – gern auch mit Bild untermalt – ist unbezahlbar. Bei mir, und da muss ich ehrlich sein, ist nicht die Frage, wie viel Internet es am Tag sein darf, sondern: Nehme ich den Desktop, das Notebook, das iPad oder das iPhone?

12. Brauchen Autoren Haustiere?

Das halte ich für eine Legende, die von der Haustier-Lobby initiiert wurde. So ein Quatsch. Autoren sind Eremiten und brauchen nichts um sich herum außer ihren Gedanken! Ich, ähm, habe zwei Katzen.

Weitere Teile der Serie „Einblicke“:

Heldenwinter – Jonas Wolf lässt einen Halbling wachsen

Cover von Heldenwinter

Jonas Wolf: Heldenwinter

„Heldenwinter“ von Jonas Wolf ist eine Rachegeschichte. Und wie jede gute Geschichte dieser Art beginnt sie mit dem Verbrechen, das den Helden zum Rächer macht. In „Heldenwinter“ ist es die Ermordung der Familie von Namakan und seines Pflegevaters und Meisters Dalarr. Dalarr weiß genau, wer hinter den Morden steckt: König Arvid und sein Scherge Waldur. Mit dem Halbling Namakan verlässt er daher die Immergrünen Almen, um einen König zu stürzen – auch für den Preis, die Welt ins Chaos zu stürzen. Namakan folgt ihm auf diesem Pfad, muss aber erkennen, dass sein Meister sich die Wahrheit so zurechtbiegt, wie er es als Schmied mit dem Eisen tut.

Heldenwinter baut auf Klassikern der Fantasy auf

Halblinge, ein großer Krieger, der seine Gegner reihenweise niedermetzelt – das klingt sehr bekannt. Und tatsächlich hat Jonas Wolf „Heldenwinter“ den Vätern der Fantasy gewidmet. Seine Aufgreifen bekannter Fantasy-Motive ist also als Hommage an Tolkien und seine Hobbits sowie an Robert E. Howard, den geistigen Vater von Conan dem Barbaren. Doch – so viel sei verraten – Elfen, Zwerge und große Vögel spielen ebenfalls eine Rolle im Fantasy-Buch, auch wenn nicht jeder mit ihrer Interpretation einverstanden sein dürfte.

Jonas Wolf spielt mit Mustern von Rachegeschichten

Sprachlich hat Jonas Wolf es eher direkt gehalten. Vor allem Dalarr  mag es derb, doch manchmal überträgt sich der Ton auch auf den (zumeist auktorialen) Erzähler. Einige Passagen sind humorvoll gehalten, sodass nicht nur der düstere Ton einer dunklen Rachegeschichte vorherrscht.

Die Handlung überzeugt im Großen und Ganzen. Einige Wendungen zeichnen sich ab, andere überraschen. Der Nachteil bei einer Rachegeschichte ist, dass sie einem Muster folgen muss. Der Rächer trifft auf den oder die Menschen, die ihn zu seinem Rachefeldzug getrieben haben und muss dann entscheiden, ob er Rache will oder vergeben kann. Dann zeigt sich, ob er seinen Willen bekommt. Um dieses Muster zu variieren, wählt Jonas Wolf in „Heldenwinter“ zwei große Konfrontationen am Ende.

Hier spielen sowohl Dalarr als auch Namakan eine wichtige Rolle. Während der leicht stämmige Halbling insgesamt ein wenig blass bleibt, dafür aber gut ins Jahr der Hobbit-Verfilmung passt, ist Jonas Wolf mit Dalarr eine großartige Figur gelungen – ein Anti-Held, von dem man mehr lesen möchte.

Jonas Wolf kehrt in die Welt von Tristborn zurück

„Heldenwinter“ von Jonas Wolf ist nur der Auftakt zu mehreren Geschichten aus Tristborn und der Pferdesteppe, die in sich abgeschlossen sind. Der nächste Band erscheint bereits im Juli bei Piper und trägt den Titel „Heldenzorn“. „Heldenwinter“ ist als kartoniertes Taschenbuch mit 512 Seiten erschienen, die Druckausgabe kostet 12,99 Euro.

Wie reagieren Verlage auf neue Kriterien für Spiegel-Bestsellerliste?

Stehen die deutschen Verlage vor einem großen Umbau, und werden sie den Buchmarkt bald verstärkt mit Hardcovern fluten? Eine Woche ist es her, dass Buchreport mitteilte, der Spiegel werde seine Kriterien für die Hardcover-Bestsellerliste ab Juli 2012 verändern. Ab Sommer werden nur noch gebundene Ausgaben für die Liste berücksichtigt. Alle Klappenbroschur-Editionen, egal wie groß oder teuer, wandern in die Rubrik Taschenbuch.

Hardcover an gebundene Ausgabe gebunden

Was zunächst nach einer kleinen Veränderung aussieht, könnte sich für manche Verlage zum Problem entwickeln. Denn Bestseller wie „Die Legenden der Albae – Vernichtender Hass“ tauchen künftig nur in der Taschenbuchliste auf. In Buchhandlungen werden aber eher die Hardcover-Bestseller gesondert vermarktet als Taschenbücher. Der Deutsche Taschenbuch-Verlag (dtv) kündigte daher gegenüber verschiedenen Medien an, künftig in der Reihe-Premium auch ein paar gebundene Ausgaben unterzubringen. Wie die anderen Verlage auf die Vereinheitlichung der Listen reagieren wollen, steht noch nicht fest. Mehrere Anfragen des Fantasy-Weblogs bei verschiedenen Verlagen blieben bislang unbeantwortet.

Die Reaktionen der Verlage auf neue Kriterien für Spiegel-Bestseller

Doch gerade in den Sparten Fantasy und Krimi müssen die Verlage reagieren. Denn diese Genres sind bei E-Book-Lesern – und daher wohl auch bei Raubkopierern – besonders beliebt, sodass jede Werbung für die lukrativere Druckausgabe an Bedeutung gewinnt. Wird es also künftig für deutsche Erstausgaben wie Brent Weeks‘ „Schwarzem Prisma“ statt Paperbacks künftig gebundene Ausgaben geben?

Diese Möglichkeit ist nicht abwegig, haben verschiedene Verlage doch bereits den Vertriebsweg für Hardcover in den vergangenen Jahren in den Fokus gestellt. So bekam Blanvalet mit Penhaligon eine Schwester, die phantastische Literatur in gebundener Form auf den Markt bringt, um die Taschenbuch-Ausgabe unter dem Blanvalet-Label zu vermarkten. Unter den Penhaligon-Werken waren einige dabei, die den Aufkleber „Spiegel-Besteller“ bekamen, etwa die letzten Romane von Trudi Canavan. Auch Heyne setzte zuletzt mehr auf Hardcover, brachte etwa die ersten beiden Bände der Sturmlicht-Chroniken von Brandon Sanderson zunächst gebunden heraus.

Bei Piper war das weniger der Fall. Hier setzte man eher auf Preissteigerung beim Paperback, die mit 17 Euro nicht mehr weit von Hardcover-Preisen waren. Künftig könnten die „Schoßgebete“ etwas härter gebettet werden, um Aufmerksamkeit bei der Kritik zu wecken. Doch wie die Verlage auch reagieren werden – ob sie mehr Hardcover veröffentlichen oder Paperback klaglos in die  Taschenbuchliste wandern lassen -,  aus Lesersicht ist kaum damit zu rechnen, dass die Preise sinken werden. Denn nur weil ein kartoniertes, großformatiges Taschenbuch plötzlich wieder Taschenbuch heißt, wird es nicht für zehn bis zwölf Euro verkauft werden.

N.K. Jemisin: Die Rivalin der Götter – Das Erbe der Götter 3

Cover von Die Rivalin der Goetter

N.K. Jemisin: Die Rivalin der Götter

Nachdem in den ersten zwei Bänden von „Das Erbe der Götter“ die drei großen Götter im Mittelpunkt standen, wendet sich N.K. Jemisin in „Die Rivalin der Götter“ dem ersten Gottkind zu: Si’eh. Seine Natur ist es, Kind zu sein und sich nicht an die Regeln zu halten, sondern die Grenzen zu testen. Jahrhundertelang war er ein Sklave der menschlichen Herrscher, den Arameri. Nach seiner Befreiung hielt er sich nur selten im Reich der Sterblichen auf.

„Die Rivalin der Götter“ ist Band 3 der Reihe „Das Erbe der Götter“

Bei einem seiner seltenen Besuche trifft Si’eh im Palast von Elysium auf zwei Kinder. Die Geschwister Shahar und Dekarta Arameri sind fasziniert vom Gottkind und auch Si’eh kann sich ihrer Ausstrahlung nicht entziehen. Doch bei einem Aufeinandertreffen geschieht etwas Merkwürdiges – der Gott findet sich im jugendlichen Körper eines Menschen wieder. Wider seiner kindlichen Natur ist er gealtert und dem Großteil seiner Macht beraubt. Doch Si’eh muss sich als Mensch beweisen und zeigen, ob seine Freundschaft zu Shahar und Dekarta noch gilt, denn die Welt steht vor einer Zerreißprobe. Die Herrschaft der Arameri, aber auch die der Götter ist bedroht.

N. K. Jemisin lässt den Kindgott reifen

Der deutsche Titel führt ein wenig in die Irre. Denn während bei den beiden Vorgänger-Bänden zwar jeweils ein starker Frauencharakter dominierte, ist dies in „Die Rivalin der Götter“ nicht der Fall. Shahar spielt nicht die Hauptrolle – im Mittelpunkt steht Si’eh, der beide Geschwister liebt. Jemesin wählt erneut – wie bereits bei den großen drei Göttern, die für Licht, Dunkelheit und Schatten stehen – eine Dreieckskonstellation.

Außerdem geht es ihr dieses Mal nicht nur um das Menschliche in Göttern und das Göttliche in Menschen, sondern sie legt einen Schwerpunkt auf Eltern-Kind-Beziehungen. Si’eh reift, überdenkt das Verhältnis zu seinen Eltern und verliert seine Kindlichkeit. Auch bei den Arameri spielt das Verhältnis zwischen den Generationen eine wichtige Rolle.

Die Handlung von „Die Rivalin der Götter“ ist in sich abgeschlossen

Porträtfoto von NK Jemisin

Fantasy-Autorin N.K. Jemisin, Foto: Eugene C. Myers

„Die Rivalin der Götter“ ist zwar Teil der Reihe „Das Erbe der Götter“. Die Handlung steht aber für sich selbst. Die beiden Vorgänger „“Die Erbin der Welt“ und „Die Gefährtin des Lichts“ gelesen zu haben, erleichtert aber das Verständnis, da die Mehrzahl der handelnden Personen dann bereits bekannt ist, ebenso die Konstellationen in der von Jemisin erschaffenen Welt.

Im Anhang zu „Die Rivalin der Götter“ ist ein Kapitel mit Namen „Die Rückkehr des Lichts“ abgedruckt. „Das Erbe der Götter“ wird vorerst aber nicht weitergehen, den N.K. Jemisin hat mit „The Kingdom of Gods“ – so der Originaltitel von „Die Rivalin der Götter – die Inheritance Trilogy abgeschlossen. Sie wendet sich zunächst einer neuen Geschichte zu, „The Dreamblood Duet“ genannt. Die Welt darin ist an das alte Ägypten angelehnt, und erneut spielen Götter und ihre Anhänger eine große Rolle. Im Original erscheinen „The Killing Moon“ und „The Shadowed Sun“ im Mai beziehungsweise Juni 2012. Weitere Fragen zu den Büchern beantwortet Jemisin auf ihrer Homepage. Informationen über eine deutsche Übersetzung gibt es noch nicht.

„Die Rivalin der Götter“ von N.K. Jemisin ist bei Blanvalet erschienen. Die Handlung von „Das Erbe der Götter 3“ erstreckt sich im broschierten Taschenbuch über 608 Seiten (mit Anhang) und kostet 9,99 Euro. Die Übersetzung stammt wie bei den Vorgängern von Helga Parmiter.

Flammen der Dämmerung erst 2013 – Dämonen-Reihe in fünf Bänden

Fans der Dämonen-Reihe von Peter V. Brett werden es nicht gern hören: „Die Flammen der Dämmerung“, die Fortsetzung von „Das Flüstern der Nacht“ wird erst 2013 erscheinen. Brett kündigte auf seiner Website an, dass für das Original (The Daylight War) Februar 2013 avisiert sei – die deutsche Übersetzung könnte also frühestens im Frühjahr des nächsten Jahres auf den Markt kommen. Selbst wenn es doch ein wenig eher klappen würde, ist der von Heyne angekündigte Termin im September 2012 sicher nicht zu halten. Wie bereits beim „Flüstern der Nacht“ muss der Verlag also den Veröffentlichungstermin verschieben (Update vom Juni 2012: Inzwischen gibt Heyne den Veröffentlichungstermin mit März 2013 an).

Cover von "Die Flammen der Dämmerung"

Peter V. Brett: Die Flammen der Dämmerung

Brett begründet die Verzögerung damit, dass er im vergangenen Jahr an der Schulter operiert wurde und nach sechs Monaten noch immer Schmerzen habe , plötzlich ohne Assistenten auskommen musste und zudem viel Zeit mit seiner dreijährigen Tochter verbringen wollte.  Auch sei er eh nicht der schnellste Schreiber, habe für die beiden Vorgänger bereits sieben beziehungsweise drei Jahre benötigt. „Die Flammen der Dämmerung“ wolle Brett in den kommenden Monaten fertigstellen und danach gleich mit Band 4 der Dämonen-Reihe beginnen – Arbeitstitel „The Forest Fortress“ (Die Waldfestung). Die Wartezeit auf diesen Band werden sich die Fans mit einer Novelle verkürzen können. Beim Schreiben an „The Daylight War“ fiel genug Stoff ab, so Brett. „Mudboy“ soll sie heißen und einem ganz neuen Charakter gewidmet sein, der im dritten Band eine kleine Rolle spielt. Da „Der große Basar“ auch in Deutschland erschien, ist eine Übersetzung zu erwarten.

Dämonen-Reihe von Brett geht über fünf Bände

Schließlich verkündete Brett noch, dass die Geschichte von Arlen, Jardir und den anderen in fünf Büchern erzählt werde. Bekannt war, dass Brett aber sechs Bände der Dämonen-Reihe verkaufen konnte. Der sechste Band werde jedoch ein Einzelband, stellte er klar. Die Hauptgeschichte soll bereits nach fünf Romanen enden. Im in sich abgeschlossenen Einzelband wird Selia, Dorfsprecherin von Tibbets Bach, die Hauptrolle spielen.