Ein Lobgesang auf Ken Scholes

Cover von Lobgesang

Ken Scholes: Lobgesang

Der Amerikaner Ken Scholes legte 2010 eines der spannendsten Debüts hin. „Sündenfall“ bestach nicht nur mit einem interessanten Setting (einer apocalyptischen Welt), sondern auch mit reizvollen Charakteren und einer spannenden Handlung. Und die Legende von Isaak (Psalms of Isaak) geht weiter. Fünf Bücher soll die Reihe einmal umfassen – der zweite Band trägt den deutschen Titel „Lobgesang“, eine wörtliche Übersetzung des Originals „Canticle“.

Die biblischen Bezüge bleiben also bestehen, auch wenn der Orden der Franziner offiziell aufgelöst ist und es damit keine Kirche mehr in den Benannten Landen gibt. Hüter des gesammelten Wissens der Welt ist Rudolfo, der Herr der neun Häuser der neun Wälder. In seinem Land soll die neue Bibliothek entstehen, die Isaak aufbaut, der Metallmann mit menschlichen Zügen. Doch der Frieden in den Benannten Landen ist brüchig. Rudolfos Residenz wird überfallen. Ausgerechnet beim Geburtsfest für seinen Sohn dringen Attentäter ein und beschämen die Zigeunerspäher des Herrschers. Und dann ist da noch der Mechoservitor, der mit einer Botschaft an den Hüterwall gekommen ist …

Auch „Lobgesang“ verspricht große Spannung. Das Personal ist aus „Sündenfall“ noch gut in Erinnerung, nicht nur Rudolfo, Petronus und Neb sind dabei – auch die Familie Tam mischt noch mit.

„Lobgesang“ ist bei Blanvalet erschienen und hat 576 Seiten. Die Übersetzung stammt von Simone Heller. Das Fantasy-Buch kostet 15 Euro.

Edit: Die ausführliche Rezension von „Lobgesang“ ist online.