Der Midas der Fantasy im Spiel der Götter

Steven Erikson: Der Goldene Herrscher

Steven Erikson: Der Goldene Herrscher

Die Geschichte Malazans geht endlich auf Deutsch weiter. Band 12 des „Spiels der Götter“ ist nun auch hierzulande erschienen. „Der goldene Herrscher“ ist der Titel des Fantasy-Romans, im Original entspricht er dem ersten Teil von Band 7, „Reaper’s Gale“. Eine wörtliche Übersetzung müsste also eher auf den Sturm des Sensemanns oder eines Mähers eingehen. Doch das hat sich Gerd Rottenecker, der erprobte Übersetzer der Reihe, wohl für die Fortsetzung aufgespart. „Der Sturm des Verderbens“ wird allerdings frühestens im Frühjahr 2010 über Deutschland kommen. Nach den bisherigen Erfahrungen mit den Erscheinungsterminen könnte es aber auch wieder Herbst werden, also die klassische Erntezeit.

Doch worum geht es in diesem Band der komplexen Fantasy-Saga? Die Tiste-Edur und ihr wahnsinniger Herrscher Rhulad Sengar stehen im Mittelpunkt. Beim König der Edur und Letherii wird jedoch nicht alles zu Gold, was er anfasst, wie beim antiken König Midas. Vielmehr ist Rhulad Sengar verflucht. Er kann nicht sterben, wünscht sich jedoch nichts sehnlicher als den Tod. Daher ist er blind gegenüber den Vorgängen an seinem Hof im eroberten Letheras. Er sucht nur noch starke Gegner, die ihn besiegen und ihm das Leben nehmen können. Doch auch die Götter mischen sich natürlich ein. Und nicht alle von ihnen interessieren sich für das Leben und die Nöte der Menschen.

Bei Blanvalet ist das Spiel der Götter 12 erschienen. „Der goldene Herrscher“ ist mit Anhängen 544 Seiten lang und kostet 13 Euro.

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3 Gedanken zu „Der Midas der Fantasy im Spiel der Götter

  1. Nur eine kleine Anmerkung: Den deutschen Titel eines übersetzten Buches legt normalerweise nicht der Übersetzer fest; als Übersetzer kann man allenfalls Vorschläge machen, die eventuell übernommen werden – oder auch nicht. Da von Verlagsseite dem Titel verkaufstechnisch große Bedeutung beigemessen wird, ist es sicher nachvollziehbar, dass man eine so wichtige Entscheidung nicht dem Übersetzer überlässt (mal ganz abgesehen davon, dass auch auf Titelschutz etc. Rücksicht genommen werden muss). Ich schreibe das jetzt auch nur deswegen, weil ich schon viel zu oft in Rezensionen lesen musste, dass der Übersetzer anscheinend „zu doof“ war, um den Titel richtig zu übersetzen. Nur, wie gesagt – so läuft das nicht. Für den Titel eines Buches – mag er gut oder schlecht sein – ist immer das Lektorat zuständig.
    Wobei natürlich Ausnahmen die Regel bestätigen. 😉 Und im Falle von Steven Eriksons „Spiel der Götter“ ist es tatsächlich so, dass die bisher verwendeten Titel auf meine Vorschläge zurückgehen. So I’ll have to take the blame …

    • Normalerweise kritisiere ich bei Titel und Cover ja auch den Verlag …
      Da beim „Spiel der Götter“ nur ein Originaltitel für zwei deutsche Bücher zur Verfügung steht, muss ein neuer in jedem Fall dazukommen. Bei den bisherigen neuen hat mir gefallen, dass sie immer einen starken Bezug zum Inhalt hatten.

  2. Ich hatte mit meiner Anmerkung (von wegen doofe Übersetzer und so) auch nicht dich gemeint, sondern wollte ganz allgemein darauf verweisen, dass dieser Vorwurf in vielen Rezensionen oder Forendiskussionen gemacht wurde / wird und halt leider meistens den Falschen trifft. Nichts für ungut …
    Ich werde natürlich auch weiterhin versuchen, Titel durchzukriegen, die einen echten inhaltlichen Bezug haben. Inwieweit das immer klappt … wird man sehen … 😉

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