Das neue Gesicht von Otherworld

Veröffentlicht in Allgemeines mit Tags , , , , , am 20.06.2009 von fantasyblogger

Die Umgestaltung von Otherworld nimmt Formen an. Nachdem der ebenfalls in Österreich beheimatete Verlag Ueberreuter das Fantasy-Label übernommen hatte, war viel über das neue Programm und seine Ausrichtung spekuliert worden. All-Age-Fantasy war mal wieder das Stichwort. Jetzt steht das erste Programm (für Herbst 2009) – Zeit sich näher mit Otherworld zu befassen.

Rein äußerlich fällt auf, dass der Schriftzug “Otherworld” nicht verändert wurde, also die alten Fans und Leser nicht vergrault werden sollen. Die Covergestaltung der insgesamt neun Bücher erinnert ein wenig an Bastei-Lübbe. Vorbei ist es wohl mit den Low-Fantasy-Covern des alten Otherworld, die oft recht martialisch aussahen, sich jedoch stark abhoben von den glatten Computergrafiken vieler Randomhouse-Produkte.

Inahltlich setzt das neue Label vor allem auf Nachwuchsautoren, darunter auch deutsche. Als Zugpferd gilt der Massenschreiber Wolfgang Hohlbein mit “Elfenblut”, dem Auftakt zu “Chroniken der Elfen”. Hohlbein und Ueberreuter vergeben gemeinsam einen Förderpreis, weshalb es nicht verwundert, dass zwei Preisträger beim neuen Label veröffentlichen: Brigitte Melzer (Edit: Sie war lediglich Teilnehmerin, gewann jedoch nicht. )und Bernd Rümmelein. Rümmelein erhielt den Wolfgang-Hohlbein-Preis in diesem Jahr. Mit gleich drei “Kryson”-Romanen steht er besonders im Mittelpunkt des Herbstprogramms. Während Rümmelein eher klassische Fantasy anbietet, gibt es auch Horror (oder Urban-Fantasy) im Angebot sowie Mystery und  Thriller. Ob und wie sich da das neue Label von den übrigen Marktteilnehmern abheben kann, bleibt abzuwarten. Ab September sind die ersten Bücher im Handel.

David Eddings ist tot

Veröffentlicht in Allgemeines mit Tags , , , , , , , , am 04.06.2009 von fantasyblogger

David Eddings, einer der erfolgreichsten und bekanntesten Fantasy-Autoren der 80er und 90er Jahre, ist tot. Er starb am 2. Juni im Alter von 77 Jahren in seiner Heimat Nevada. David Eddings wurde mit seiner “Belgariade” bekannt, einer Fantasy-Reihe um den Jungen Garion, der die Welt vor einem bösen Gott retten muss und zum Werkzeug einer Prophezeiung wird. Die Malloreon-Saga setzte die Geschichte fort. Auch die beiden Trilogien um den Ritter Sperber fanden zahlreiche Leser. Seine neueren Werke um den Dieb Athalus und die “Götterkinder” konnten nicht mehr an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen. Zu sehr wiederholten sich die Handlungsschemen und Charakterzeichnungen. Alle Romane schrieb er von Hand, eine Schreibmaschine oder ein Computer kamen nicht zum Einsatz.

Eddings’ Frau Leigh, mit der er zusammen die Bücher schrieb, auch wenn sie in den ersten Büchern nicht als Co-Autor genannt wird, war bereits vor zwei Jahren an einem Herzinfarkt gestorben.

In Deutschland erschienen die Bücher von David Eddings bei Bastei-Lübbe, mit Ausnahme der “Götterkinder”, die bei Blanvalet verlegt wurden.

Pan, Panik und Pantastisch

Veröffentlicht in Allgemeines mit Tags , , , , , , am 03.06.2009 von fantasyblogger

Die Verlagsgruppe Droemer Knaur hat einen neuen Phantastik-Verlag gegründet. Unter dem Label “Pan” will die Verlagsgruppe sechs bis acht Bücher pro Saison veröffentlichen (also wohl jeweils Frühjahr und Herbst). Nach der Gründung von Penhaligon  (Random House) springt also der nächste Verlag auf den Zug auf, den die Branche “All Age” betitelt, beziehungsweise hängt einen Wagon dran, um im Bild zu bleiben. Ab 14 Jahren beginnt die Zielgruppe des “pantastischen” Verlags.

Mit Phantastischer Literatur im herkömmlichen Sinne oder Fantasy wird “Pan” allerdings nichts zu tun haben. Auf “Urban Fantasy”, also das, was früher mal Mystery oder Horror hieß, und Romantacy will sich der neue Verlag konzentrieren. Die Welle verliebter Vampire, liebestoller Zombies und magischen Sex’ wird also noch einmal verstärkt.

Das erste Programm erscheint am 9. September. Die drei am stärksten beworbenen Titel heißen “Alterra” (Geschichte um eine Naturkatastrophe in New York), “Im Königreich der Kälte” (da geht es um Inuit, also Eskimos) sowie “Meridian – Dunkle Umarmung” (ein Schelm, der dabei an dunkle Kreaturen im Liebeswahn denkt).

Der schwierige 2. Band

Veröffentlicht in Allgemeines mit Tags , , , , , am 29.05.2009 von fantasyblogger

Da die meisten Fantasy-Reihen derzeit aus Trilogien bestehen, stehen viele Autoren vor einem Problem. Der zweite Band muss mindestens so gut sein wie der erste, gleichzeitig aber überleiten zu einem krönenden Abschlussband. Band 2 darf nicht zu viel verraten, aber auch nicht zu viel Stoff für den letzten Teil übrig lassen, weil sonst noch Band 4 gebraucht würde.

Da hilft es, von Anfang an ein Konzept für die Trilogie zu haben. Catherine Banner ist das in ihrer jungen Karriere gelungen. Ihr “Lied von Malonia” mag zwar nicht den erhofften Erfolg gebracht haben (die Vergleiche mit J.K. Rowling waren allerdings auch unangebracht), aber mit dem Nachfolgeband sollte sie weitere Leser für ihre Trilogie finden. Im September erscheint in Großbritannien “Voices in the Dark” als gebundene Ausgabe. Penhaligon hat die deutsche Ausgabe noch nicht angekündigt, doch spätestens 2010 dürfte sie erscheinen.

Patrick Rothfuss hatte hingegen kein Konzept für die Fortsetzung seiner Königsmörder-Chronik. Seine Schwierigkeiten, den Stoff in den Griff zu bekommen, scheint er jedoch überwunden zu haben. Zumindest hat er seinem Verlag inzwischen ein erstes Manuskript gesandt. “The Wise Man’s Fear” wird voraussichtlich im Frühjahr 2010 im Original erscheinen. Wahrscheinlich nimmt die Hobbitpresse das Buch dann ins Herbstprogramm auf. Doch wer weiß, was noch dazwischen kommt.

Die Magie der Trudi Canavan

Veröffentlicht in Neue Bücher mit Tags , , , , , am 27.05.2009 von fantasyblogger
Trudi Canavan: Magie

Trudi Canavan: Magie

Wenn die Leser nach mehr schreien, die neue Trilogie aber noch keine Gestalt gewonnen hat, braucht es eine Zwischenmahlzeit. Bernhard Hennen hat das “Elfenlied” eingeschoben, um sich Zeit für den nächsten Elfen-Roman zu kaufen. Trudi Canavan hat sich für ein Prequel ihrer Trilogie “Die Gilde der Schwarzen Magier” entschieden, bevor sie sich an das Sequel macht. Termiten am Haus in Australien verzögerten immer wieder das Erscheinen, wodurch auch die Erwartungen der Leser weiter gestiegen sind.

Nun ist die Geschichte um die junge Heilerin und Magierin Tessia bei Penhaligon auf Deutsch erschienen. “Magie” lautet der Titel. Wie viel Magie sich allerdings auf den 736 Seiten wirklich entfaltet, muss jeder Leser für sich entscheiden. Warum es das Prequel inhaltlich brauchte, wird jedenfalls nicht klar. Wer für die gebundene Ausgabe bereit ist, 19,95 Euro hinzulegen, bekommt wenigstens zwei schöne Karten mit dazu. Alle anderen können getrost auf die Fortsetzung der Trilogie warten, die Trudi Canavan bekannt gemacht hat.

Edit: Eine Rezension steht inzwischen auch online.

Liest Terry Brooks zu viel oder zu wenig?

Veröffentlicht in Allgemeines mit Tags , , , , , am 17.05.2009 von fantasyblogger

Als Marion Zimmer Bradley noch lebte, war sie die Königin der Celebrimonials. Auf unzähligen neu erschienenen Fantasyromanen stand als Zitat von Bradley “Das beste Fantasybuch, das ich seit langem gelesen habe” auf der Rückseite. Ob sie auch nur eines der Bücher wirklich gelesen hatte, soll dahingesellt bleiben. Ein würdiger Nachfolger für Bradley als Klappentext-Claqueur ist jedenfalls gefunden. Terry Brooks, der Autor der Shannara-Romane, äußert sich immer häufiger zu Neuerscheinungen.

Was treibt ihn dazu? Liest er zu viel oder zu wenig? Wenn man sich die Ankündigungen auf seiner Homepage anschaut, hat er doch genug zu tun. Nicht einmal die Ideen für weitere bescheuerte Shannara-Titel gehen ihm demnach aus. Dass er junge, noch unbekannte Kollegen fördern will, erklärt die zahlreichen Celebrimonials nicht. Jedenfalls nicht allein. Peter V. Brett mag sich über Brooks Unterstützung gefreut haben. Doch Tad Williams dürfte eine solche Schützenhilfe nicht nötig haben. Und doch wird sein neues Buch, das er zusammen mit seiner Frau geschrieben hat, ein Zitat von Terry “Shannara” Brooks auf dem Umschlag bekommen. “Die Drachen der Tinkerfarm” (The Dragons of the Ordinary Farm) erscheint am 31. August bei der Hobbit Presse. Ein Grund, sich auf den Sommer zu freuen.  Mit 380 Seiten dürfte es zu den kürzesten Williams-Werken gehören und die Geschichte richtet sich wohl eher an jüngere Leser. Da es sich um den Auftakt zu einer neuen Reihe handel, wird sie wohl doch eine insgesamt stattliche Länge erreichen. Band 2 ist bereits für den Herbst 2010 angekündigt – hoffentlich kommt das Buch dann ohne eine Phrase des Jubelpersers Terry Brooks aus.

Sing mir das Lied der Dunkelheit

Veröffentlicht in Neue Bücher mit Tags , , , , , am 09.05.2009 von fantasyblogger
Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit

Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit

Nachdem das Lied von Eis und Feuer derzeit nicht weiter besungen wird, da George R.R. Martin nicht zum schreiben kommt, wird der Titel gern auch auf andere Bücher übertragen. Nach dem “Lied von Malonia” ist jetzt auch das “Lied der Dunkelheit” vertont. Der Amerikaner Peter “Peat” Brett hat es geschrieben. Wie musikalisch er selbst ist, bleibt dahingestellt, da er sein Buch “The Painted Man” nannte, was in den USA zu “The Warded Man” wurde. Die Fantasy-Trilogie, die mit diesem Buch beginnt, handelt vom Oberthema Furcht. Drei Kinder wachsen in einer Welt auf, in der die Menschen immer mehr von Dämonen zurückgedrängt werden. Magische Runen sind der einzige Schutz der Menschen gegen die Dämonen, die des Nachts ihre Opfer suchen. Doch Furcht lähmt die Menschen noch mehr als es die Kreaturen schaffen. So ist es an Arlen, Leesha und Rojer die Menschheit zu befreien. Dazu müsen die jungen Helden die Dunkelheit und Furcht besiegen.

Peter V. Brett hat eine nett gemachte Website zu seiner Trilogie angelegt. Der ist zu entnehmen, dass der zweite Band 2010 erscheinen wird. Doch bis dahin können die deutschen Leser erst einmal 15 Euro investieren, um die 800 Seiten des bei Heyne erschienenen ersten Romans zu lesen.

Edit: Eine ausführliche Buchbesprechung findet sich hier.

Neues von Joe Abercrombie

Veröffentlicht in Allgemeines mit Tags , , , am 09.05.2009 von fantasyblogger

Joe Abercrombie, Autor der Klingen-Romane, hat sein Manuskript für “Best Served Cold” abgegeben. Die englischen Leser können sich bereits den 1. Juni vormerken – dann wird der neue Roman erscheinen. Er wird im Original eine Länge von 225 000 Wörtern haben und damit ähnlich lang sein wie “Königsklingen” der Abschlussband der “First-Law-Series”.

Nach eigenen Aussagen hatte der Autor zunächst kein gutes Gefühl bei der Geschichte. Die Charaktere erschienen ihm nicht so ausgereift und er befürchtete, dass der Roman misslingen würde. Inzwischen glaubt er jedoch, sein bislang bestes Buch abgeliefert zu haben. Die deutschen Leser können sich voraussichtlich ab September ein Bild machen. Für diesen Monat hat Heyne die deutsche Fassung “Racheklingen” angekündigt.

Die beste Nachricht zum Schluss: Abercrombie sitzt bereits an einem weiteren Fantasy-Roman.

Windkämpfer wird Windjäger

Veröffentlicht in Neue Bücher mit Tags , , , , , , , am 04.05.2009 von fantasyblogger
Robert Redick: Windkämpfer

Robert Redick: Windkämpfer

Mal wieder ist ein neuer Stern am Himmel der Fantasy-Autoren aufgegangen. Der Amerikaner Robert Redick hat mit seiner “Red Wolf Conspiracy” im Anglo-Amerikanischen Raum einige Leser gewonnen. Sein Debut ist mittlerweile auch auf Deutsch erhältlich. Der Heyne-Verlag will aus der Reihe wohl die Wind-Romane machen, denn Band 1 heißt “Windkämpfer” und Band 2 wird den Titel “Windjäger” tragen.

Bei der Geschichte handelt es sich um ein Seeabenteuer mit Piraten, Schatzjagd, Kobolden und Magie. Über allem schwebt eine große Verschwörung, die den brüchigen Frieden in der Welt Alifros beenden soll. Der Teerjunge (Schiffsjunge) Pazel Pathkendle und seine Freunde wollen den Krieg verhindern.

Auf knapp 740 Seiten für ganze 15 Euro erstreckt sich der erste Teil des Abenteuers. Robert Redicks Fantasy-Reihe erscheint bei Heyne im broschierten Taschenbuch.

Eine ausführliche Rezension steht inzwischen auch online.

Zwerge-Film, Albae-Reihe und Mächte des Feuers

Veröffentlicht in Allgemeines mit Tags , , , , , , , , am 26.04.2009 von fantasyblogger

Markus Heitz, derzeit erfolgreichster deutscher Fantasy-Autor, hat für sich das Jahr 2009 zum Fantasy-Jahr erklärt. Mit “Gerechter Zorn” ist der erste Band der “Legenden der Albae” erschienen. Doch das Buch wird nicht sein einziges in diesem Jahr bleiben. Im Herbst – wahrscheinlich pünktlich zur Frankfurter Buchmesse – soll die Fortsetzung von “Die Mächte des Feuers” erscheinen. “Drachenkaiser” lautet der Titel des zweiten Romans, der Fantasy-Reihe, die in den 1920er Jahren spielt.

Doch auch die Albae-Reihe ist mit dem ersten Roman nicht abgeschlossen. Vier Bücher soll sie laut Ankündigung von Heitz gegenüber Suite101.de umfassen. Im Vergleich zur zeitlichen Abfolge der Zwerge-Reihe sind einige Überschneidungen geplant, sodass die Motive der Albae im Geborgenen Land deutlicher werden. Der Autor will aber auch verraten, wie es im Jenseitigen und Geborgenen Land nach dem Ende des “Schicksals der Zwerge” weitergeht.

Bevor er sich an die Fortführung der Reihe macht, kehrt Heitz zu seinen Horror-Romanen (”Kinder des Judas”, “Blutportale”) zurück und wagt sich an ein Genre, dass er mit seinen Shadowrun-Romanen nur gestreift hat. 2010 plant er die Veröffentlichung des Auftaktbandes einer Space-Opera. Details verriet er nicht, doch Weltraumzwerge und Spacealbs sind nicht vorgesehen. Außerdem blickt der Autor gespannt auf die Veröffentlichung seiner Zwerge-Romane in den USA. “Ich erwarte keine Riesenerfolge. Was sollen Amerikaner mit einem Namen wie Heitz schon anfangen.” Die Verfilmung der deutschen Fassung macht derweil Fortschritte. Eine Münchner Produktionsfirma will “Die Zwerge” zwar nicht ins Kino, dafür aber auf die Mattscheibe bringen. Da jedoch noch nicht einmal das Casting begonnen hat, wird bis zur Ausstrahlung noch einige Zeit vergehen.