Stürmische Zeiten

Veröffentlicht in Allgemeines mit Tags , , , , , , , , am 08.11.2009 von fantasyblogger

Es sind wahrhaft stürmische Zeiten in der Fantasy. Zumindest in der Heyne-Fantasy stürmt es sehr beständig, manchmal auch in anderen Verlagen. Der gute Tom Lloyd bekam für seine Twilight-Reign-Reihe das Sturm-Prädikat seines deutschen Verlages verpasst. Bei „Sturmkämpfer“ gab der Originaltitel „The Stormcaller“ ja noch eine Vorlage, doch dann folgten „Sturmbote“ und „Sturmauge“.

Auch in anderen Publikationen stürmt es gewaltig. Christoph Hardebusch hat ganze Sturmwelten entfesselt, Claudia Kern durfte bei Blanvalet auch einen „Sturm“ auf die Fantasy loslassen, ehe diese grausam „Rache“ nahm. Jetzt hat Nicole Schuhmacher, langjährige Testleserin von Markus Heitz, ihren ersten Roman vorgelegt. Heyne hat ihn unter dem Namen „Sturmträume“ herausgebracht.  Ob er die Bestsellerlisten stürmen wird?

Hier noch ein Liste möglicher Sturmtitel:

  • Sturmwächter
  • Sturmwarner
  • Sturmfeuer
  • Sturmrufer
  • Sturmhexe
  • Sturmkind
  • Sturmbrut
  • Sturmgräber
  • Sturmherrscher
  • Sturmzauber
  • Sturmgrab
  • Sturmklingen

Leserpreis für mehr Lesespaß

Veröffentlicht in Allgemeines mit Tags , , , , , , , , , , am 06.11.2009 von fantasyblogger

Und noch ein Publikumspreis – jeder, der dieses Jahr schon einmal ein Buch in der Hand gehabt hat oder jemanden kennt, der eines im Regal stehen hat, darf jetzt über „Die besten Bücher 2009″ abstimmen. Nun gut, Internetzugang wird noch vorausgesetzt, aber ansonsten sind die Zugangshürden so gering wie möglich gehalten (nicht einmal eine Mailadresse muss bislang genannt werden). Die Stiftung Lesen und Lovelybooks haben diesen neuen Leserpreis zusammen ausgerufen.

Der Preis wird in den Kategorien Spannung, Romantik, historische Romane, Fantasy/Science Fiction (könnte Phantastik meinen) und allgemeine Literatur (alles, was nicht in die anderen Kategorien passt) verliehen. Hinzu kommen ein Preis für das schönste Cover, den besten Titel und den besten Klappentext. Letztere Kategorie soll nach Angaben von Lovelybooks gute Klappentexte ehren und zum Vorbild machen, da manchmal das Gefühl entstehe, die Texte seien von Menschen geschrieben, die das Buch gar nicht gelesen hätten. Nominiert ist etwa „Die Saat“.

Die Genres sind laut Stiftung Lesen so grob gehalten, um die Teilnehmer nicht dadurch  zu lähmen, dass sie erst die passende Kategorie finden müssen. Allerdings erwartet die Ausrichter noch ein großes Sortierverfahren nach Abschluss der Nominierungsrunde. Das wird dann die letzte Chance, um zu verhindern, dass Stephenie Meyer in den Kategorien Romantik und Fantasy gewinnt.

Nominiert werden können Bücher, die 2009 erschienen sind. Pat Rothfuss hat es trotzdem irgendwie auf die Liste geschafft. Aber der kennt ja auch den Namen des Windes.  Bücher, die im November/Dezember erscheinen, erhalten dann 2010 eine Chance. Die häufigsten Nennungen schaffen es in die Abstimmungsphase, die am 16. November beginnt und einen Monat geht. Bei Stimmengleichheit soll es sowohl bei Nominierung als auch bei den Siegern noch eine Stichwahl geben.

Die spannende Frage ist, braucht es einen solchen Preis? Warum wurde er überhaupt ins Leben gerufen? „Motivation durch Partizipation“ ist das Motto des Preises. Wer gerne liest, soll sich mit anderen darüber austauschen können und sein eigenes Leseverhalten reflektieren. Natürlich sollen damit auch Leser Lesern Bücher empfehlen und Lovelybooks, die den Preis so liebenswert mit einer glücklichen Familie präsentieren, soll sicherlich ein wenig bekannter werden.

P.S. Markus Heitz hat es in der Kategorie Fantasy bislang nur mit Drachenkaiser zur Erwähnung gebracht. Die Albae und ihre Legenden können es aber noch immer auf die Shortlist schaffen.

Lara Morgan: Die Herrin der Drachen

Veröffentlicht in Neue Bücher mit Tags , , , , , , , , , , , , , , am 01.11.2009 von fantasyblogger

Lara Morgan: Der Herr der Drachen

Australien wird immer mehr zu einem Fanatsy-Kontinent. Nach Trudi Canavan, Jennifer Fallon und anderen schafft Lara Morgan den Sprung nach Deutschland. „Der Herr der Drachen“ ist der Titel ihres ersten Romans, bei dem es sich um den Auftakt zu einer Trilogie handelt. Deren Originaltitel lautet „The Twins of Saranthium“. Wer die Zwillinge sind,  erschließt sich dem Leser im ersten Band.

Lara Morgan erzählt die Geschichte von einem Gott mit Namen Azoth, der aus der Verbannung zurückkehrt. Bei Azoth handelt es sich um den Herrn der Drachen, der über die Drachen gebietet und mit ihrer Hilfe über die Menschen herrschen will. Doch diese haben ihn bereits einmal besiegt und sich auf eine mögliche Rückkehr vorbereitet. Die beiden Hauptpersonen Shaan, die sich als Helferin im Drachenturm und als Schankmädchen duchschlägt, und Tallis, ein junger Krieger, der in den Clanlanden lebt, geraten in den Konflikt zwischen Menschen und Drachen.

Vermarktet wird der von Marianne Schmidt übersetzte Roman als All-Age-Fantasy, bei Brettspielen würde man schreiben: von 12-99 Jahre. 512 Seiten lang ist die deutsche Ausgabe, die in gebundener Form bei Penhaligon am 23. November erscheint. Das Buch kostet 19,95 Euro.

Jury- vs. Publikumspreis

Veröffentlicht in Allgemeines mit Tags , , , , , , , , , am 24.10.2009 von fantasyblogger

Nachdem die Preisträger des diesjährigen Deutschen Phantastik Preises (DPP) bekannt gegeben worden, setzte in vielen Foren die Diskussion darüber ein, ob es mit dem DPP so weitergehen soll wie bisher. Zeit also, konstruktiv über Veränderungen nachzudenken, etwa eine Verwandlung des DPP von einem Publikums- in einen Jurypreis.

Vorteil eines Jurypreises:

  • erfahrene Juroren
  • kennen die zur Wahl stehenden Bücher/Hörbücher
  • Zusammensettung lässt sich jährlich ändern
  • müssen Entscheidung begründen

Nachteile:

  • Entscheidung intransparent
  • schmale (Geschmacks-) Basis
  • Einflussnahme von Verlagen, Buchhändlern, Autoren leichter möglich

Vorteile des Publikumspreises:

  • Leserbeteiligung
  • breitere (Geschmacks-) Basis
  • Identifikation mit Preis auch beim Publikum
  • transparente Entscheidung
  • unabhängig von Lobbyisten

Nachteile:

  • Werke sind längst nicht allen bekannt, die abstimmen
  • Mobilisierung der Wähler wichtiger als Qualität eines Buches
  • Einflussnahme durch Kampagnen leichter

Diese Liste ist sicher nicht vollständig. Gerade bei der Jury hängt viel von der Zusammensetzung ab, welche Kompromisse bereits da gemacht wurden, etwa bei einer Parität (z. B. ein Science-Fiction-Experte, ein Fantasy-Kenner und ein Horrorautor, dazu ein unabhängiger und einer der Veranstalter). Eine Jury würde beim Deutschen Phantastik Preis sicher nicht alles besser machen, allerdings wären die Schuldigen für eine schlechte Auswahl der Preisträger leichter gefunden.

Wenn HMP von Fantasyguide richtig informiert ist, scheint es auch bei Phantastik-News bereits Pläne für leichte Veränderungen am Verfahrensmodus zu geben. Vorgesehen ist wohl, das Auswahl- und Vorschlagsverfahren zu reformieren. Der DPP soll aber ein Publikumspreis bleiben. Ob diese geringfügigen Änderungen ausreichen und weitere Heitz-Festspiele verhindern – darüber lässt sich vorerst nur spekulieren.

Deutscher Phantastik Preis: die Heitz-Festspiele

Veröffentlicht in Allgemeines mit Tags , , , , , , , , , , , am 18.10.2009 von fantasyblogger

Der Deutsche Phantastik Preis 2009  ist verliehen, vergeben und hoffentlich bald vergessen. Dieses Urteil mag etwas hart klingen, handelt es sich doch um einen Publikumspreis und vox populi kann nicht irren. Doch kann man wirklich einen Preis ernst nehmen, bei dem als bester deutschsprachiger Roman im Erscheinungsjahr 2008 „Das Schicksal der Zwerge“ gewinnt? Und nicht nur das, auf Platz 2 in dieser Kategorie landet ein weitere Roman von Markus Heitz mit „Blutportale“. Würde Heitz drei Romane im Jahr veröffentlichen, hätte es der dritte bestimmt auf Platz 3 geschafft. Etwas seltsam, dass die „Dwarves“ in der Kategorie internationaler Roman nicht einmal berücksichtigt wurden.

Dort verhalf – wenig überraschend – Volkes Stimme Patrick Rothfuss zu seinem ersten DPP. Den „Namen des Windes“ hatten sicherlich die meisten bei den internationalen Romanen oben auf der Liste. Vielleicht wird Pat diese Ehrung aus Deutschland sogar irgendwann einen eignen Blog-Eintrag wert sein. Derzeit ist er allerdings mehr damit beschäftigt, Gastauftritte in seinem nächsten Roman für einen guten Zweck zu versteigern.

Zu den weiteren Geehrten zählen die Autoren von Perry Rhodan (beste Serie), Dirk Schulz (bester Grafiker), Ju Honisch (bestes deutschsprachiges Debüt) und die Betreiber von Fantasyguide.de (Glückwünsche ihnen allen). Nur gut, dass Mahet in diesem Jahr nicht ein Update seiner Website veröffentlicht hat, sonst wäre er noch in einer weiteren Kategorie dabeigewesen.

Übrigens, im nächsten Jahr treten nur noch „Gerechter Zorn“ und „Drachenkaiser“ bei den deutschsprachigen Romanen an, damit ein wenig Spannung in die Wahl kommt.

Joe Abercrombie: Rache ist Blutwurst

Veröffentlicht in Neue Bücher mit Tags , , , , , , , , am 11.10.2009 von fantasyblogger
Joe Abercrombie: Racheklingen

Joe Abercrombie: Racheklingen

Es ist soweit – der neue Roman von Joe Abercrombie ist nun auch auf Deutsch erhältlich. Statt „Best Served Cold“ heißt er „Racheklingen“, statt Münzen, Blut und einer Klinge aus der Originalversion bekommen die deutschen Leser wieder seltsam leuchtende Klingen vor einem seltsamen Symbol (seltsame Pentagramme, wer mehr weiß, bitte melden). So muss man als Leser, wenn man es nicht schon wusste, auf den Klappentext schauen, um zu sehen, dass es um Söldner geht.

Der neue Roman spielt in der Welt der vorangehenden Klingen-Romane, ohne aber die Geschichte fortzusetzen. Die Protagonistin Monzcarro Mercatto lebt in Styrien. Als sie vom Großherzog hintergangen wird und nur knapp einen Mordanschlag überlebt, schwört Mercatto Rache.

Soweit der Plot. Mehr als 900 Seiten lang ist der in sich abgeschlossene Roman und kostet 15 Euro. Heyne ließ erneut Kirsten Borchardt das Werk von Joe Abercrombie übersetzen.

Edit: Die ausführliche Rezension ist auch endlich online.

Elbenseelen und Seelentrinker

Veröffentlicht in Neue Bücher mit Tags , , , , , , , am 27.09.2009 von fantasyblogger
Die Seele der Elben

Die Seele der Elben

Lluigolf ist ein Halbelb. Weder bei den Menschen noch bei den Elben gehört er dazu. Doch in Raakus, der Residenz des Markgrafen, fällt er nicht auf. Doch dann gerät er in den Bann einer Elbin. Einer Elbin, die das Geheimnis ewiger Jugend sucht. Einem Vampir gleich, ernährt sie sich von anderen. Sie giert aber nicht nach Blut, sondern trinkt die Seelen der Elben …

Nach „Elbenzorn“ ist „Die Seele der Elben“ der zweite Elben-Roman von Susanne Gerdom. Es handelt sich jedoch nicht um eine Fortsetzung, sondern einen für sich stehenden Roman. Anders als der Titel vermuten lässt, stehen die Elben zunächst nicht im Mittelpunkt, sondern eher die Menschen. Das ändert sich jedoch im Verlauf der Geschichte. „Die Seele der Elben“ kombiniert Vampirgeschichten, Abenteuer jugendlicher Helden und klassische Fantasy.

Der Roman von Susanne Gerdom ist bei Piper erschienen, knapp 500 Seiten dick (recht eng bedruckt) und kostet 13,95 Euro.

Edit: Die ausführliche Rezension ist online.

Edit II: Bei Feenfeuer ist ein lesenswertes Interview mit Susanne Gerdom erschienen.

Neue Strophen von Peter V. Brett

Veröffentlicht in Allgemeines mit Tags , , , , , , , , , , , am 23.09.2009 von fantasyblogger

Zu den erfolgreichsten Fantasyromanen des Jahres zählt wohl „Das Lied der Dunkelheit“ von Peter V. Brett. Wie der Amerikaner in seinem Blog mitteilte, wurden von der deutschen Ausgabe bereits mehr als 10 000 Exemplare verkauft. Viele Fans erwarten sehnsüchtig die Veröffentlichung der Fortsetzung „Das Flüstern der Nacht“. Die ist jedoch erst für das Frühjahr 2010 geplant. Heyne visiert den April an.

Die angloamerikanische Fantasygemeinde darf bereits im Januar neuen Stoff aus Thesa lesen. Brett kündigt an, dass dann eine Sammlung von Kurzgeschichten unter dem Titel „The Great Bazaar“ (der große Basar) erscheinen wird. „The Great Bazaar is a wonderful introduction to my series for new readers, but also has a lot of new information for people who are already fans. It ties directly into events both in The Painted/Warded Man, as well as The Desert Spear„, schreibt Brett auf seinem Blog. Welche Rolle die Hauptpersonen der Geschichte spielen werden, verriet er nicht. Doch Arlen soll in jedem Fall auftauchen, ebenso natürlich die Dämonen. Außerdem ist ein Glossar zur Reihe geplant. Szenen, die es nicht in die Romane schafften, werden ebenfalls berücksichtigt, sodass es wie bei einer DVD plötzlich die gelöschten Szenen zu sehen beziehungsweise lesen gibt.

Hier die gute Nachricht für die deutschen Leser:  Die Kurzgeschichtensammlung wird auch auf Deutsch erscheinen. Wie Heyne auf Anfrage mitteilte, soll die deutsche Ausgabe sogar über das Original hinausgehen. Man plane, mehr Geschichten aufzunehmen und exklusive Grafiken dazu zu stellen, die Peter Brett mit auswählen werde.  Die schlechte Nachricht: Der Erscheinungstermin liegt voraussichtlich im Sommer 2010, also wohl erst nach der Veröffentlichung von „Das Flüstern der Nacht“.  Bis zu den neuen Strophen des „Liedes der Dunkelheit“ wird also noch eine Weile vergehen.

Süddeutsche Jugend-Fantasy

Veröffentlicht in Allgemeines mit Tags , , , , , , am 16.09.2009 von fantasyblogger

Zeitungsverlage leben längst nicht mehr nur von ihren Einnahmen aus Anzeigenverkauf und Zeitungsabonnements. Die Süddeutsche Zeitung war in Deutschland die erste Zeitung, die mit großen Buchreihen Geld verdiente. Mittlerweile hat man in München entdeckt, dass viele Menschen gerne Fantasy lesen. Zehn Bände umfasst die neue Sonderedition.

In einem gut geschriebenen Editorial begründet Roswitha Budeus-Budde, warum sich die Zeitung für die Reihe auf Fantasy konzentriert. „Fantasy-Romane werden von Lesern aller Altersklassen verschlungen“, heißt es darin. Warum sich der Verlag dann aber doch auf Bücher für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren konzentriert bleibt schleierhaft. Wieso wird der Fantasy erst ein großer Stellenwert eingeräumt (das Lesen dicker Trilogien durch so viele Leser widerlege pessimistische Bildungsschwarzseher), wenn dann doch ein ganzes Genre wieder in die Kinder- und Jugendbuchecke gedrängt und als Teil der Jungen Bibliothek vermarktet wird? Das Verschlingen von Büchern, das in Budeus-Buddes Text mit einem Zitat von Walter Benjamin belegt wird, welches sich im übrigen generell auf Prosa bezieht, gilt eben doch noch als anrüchig. Wie in einem Spiegel-Artikel vor wenigen Monaten schwingt noch immer der Vorwurf des Eskapismus mit, der Flucht aus der Realität.

Die Edition selbst enthält durchaus eine interessante Mischung aus dem Bereich der Jugend-Fantasy. Wolfgang und Heike Hohlbein dürfen als Klassiker in diesem Bereich nicht fehlen, ihr „Midgard“ bildet den ersten Band. Drollig, trollig geht es bei Bent Jakobsen und seinem „Der Kampf um die Nachtkristalle“ zu. Auch die bereits verstorbene Pat O’Shea ist mit „Die Meute der Morrigan“ vertreten. Doch auch jüngere Autoren dürfen sich wohl über neue Leser freuen, etwa Antonia Michaelis. Vielen Eltern dürfte die Reihe bei der Suche nach Fantasyliteratur für ihre Kinder weiterhelfen, bei der Gewalt nicht so ausgeprägt ist. Sie selbst müssen noch auf eine Reihe warten, die sich eher an den Ansprüchen erwachsener Leser orientiert.

Der Midas der Fantasy im Spiel der Götter

Veröffentlicht in Neue Bücher mit Tags , , , , , , am 13.09.2009 von fantasyblogger
Steven Erikson: Der Goldene Herrscher

Steven Erikson: Der Goldene Herrscher

Die Geschichte Malazans geht endlich auf Deutsch weiter. Band 12 des „Spiels der Götter“ ist nun auch hierzulande erschienen. „Der goldene Herrscher“ ist der Titel des Fantasy-Romans, im Original entspricht er dem ersten Teil von Band 7, „Reaper’s Gale“. Eine wörtliche Übersetzung müsste also eher auf den Sturm des Sensemanns oder eines Mähers eingehen. Doch das hat sich Gerd Rottenecker, der erprobte Übersetzer der Reihe, wohl für die Fortsetzung aufgespart. „Der Sturm des Verderbens“ wird allerdings frühestens im Frühjahr 2010 über Deutschland kommen. Nach den bisherigen Erfahrungen mit den Erscheinungsterminen könnte es aber auch wieder Herbst werden, also die klassische Erntezeit.

Doch worum geht es in diesem Band der komplexen Fantasy-Saga? Die Tiste-Edur und ihr wahnsinniger Herrscher Rhulad Sengar stehen im Mittelpunkt. Beim König der Edur und Letherii wird jedoch nicht alles zu Gold, was er anfasst, wie beim antiken König Midas. Vielmehr ist Rhulad Sengar verflucht. Er kann nicht sterben, wünscht sich jedoch nichts sehnlicher als den Tod. Daher ist er blind gegenüber den Vorgängen an seinem Hof im eroberten Letheras. Er sucht nur noch starke Gegner, die ihn besiegen und ihm das Leben nehmen können. Doch auch die Götter mischen sich natürlich ein. Und nicht alle von ihnen interessieren sich für das Leben und die Nöte der Menschen.

Bei Blanvalet ist das Spiel der Götter 12 erschienen. „Der goldene Herrscher“ ist mit Anhängen 544 Seiten lang und kostet 13 Euro.